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Button erteilt sich "Optimismus-Verbot"

04. Dezember 2006 - 13:35 Uhr

Im vergangenen Winter zeigte sich Jenson Button geradezu euphorisch optimistisch, in diesem Jahr will der Brite mit Prognosen vorsichtiger sein

Jenson Button
Jenson Button: Auf die Lippen beißen und besser nichts "versprechen"...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button hat in diesem Jahr beim Großen Preis von Ungarn endlich sein erstes Formel-1-Rennen gewinnen können, doch vor Zuversicht strotzt der Brite im Vergleich zu den Jahren zuvor nicht. Zu tief scheint der Schock immer noch zu sitzen, den das Team nach den konkurrenzfähigen Testzeiten im Winter ereilte, als man schnell feststellte, dass man doch nicht so schnell ist wie erhofft.

In seiner Heimat Großbritannien hingegen hat der 26-Jährige seinen Ruf durch den Premierensieg gewaltig aufpolieren können. So wurde er neben der Auszeichnung als bester Fahrer Großbritanniens beim 'Autosport Award' nun auch zur Wahl der Sport-Persönlichkeit des Jahres 2006 der 'BBC' nominiert.

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Der Honda-Fahrer schaffte es in der öffentlichen Wahl unter die zehn Sportler mit den meisten Stimmen. Der letzte Formel-1-Pilot, dem die prestigeträchtige Auszeichnung zuteil wurde, war Formel-1-Weltmeister Damon Hill, der gleich zwei Mal die Wahl für sich entscheiden konnte, nämlich 1994 nach dem gescheiterten Titelkampf gegen Michael Schumacher und 1996 nach dem Titelgewinn.

Davor gewannen die Auszeichnung schon Nigel Mansell (1986 und 1992), Jackie Stewart (1973), Stirling Moss (1961) und John Surtees in (1959). Die Entscheidung, ob Button zu den großen Namen dazugehören wird, fällt am Sonntagabend.

Button selbst tritt vor der kommenden Formel-1-Saison erst einmal auf die Euphorie-Bremse, auch wenn sich das Team nach einem enttäuschenden Start in die Saison doch noch den lang ersehnten ersten Sieg sichern konnte und der Rennfahrer aus Frome in der Schlussphase nach Punkten gar der erfolgreichste Fahrer war.

"Hoffentlich werde ich nicht so viel sagen, wie wir dies in der vergangenen Saison während des Winters getan haben", wird Button von 'autosport.com' zitiert. "Es ist dann nicht so gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Aber alle arbeiten unglaublich hart. Sie haben Hunger auf mehr und sie werden in Zukunft weitere Erfolge erzielen. Hoffentlich mit mir."

Button, der derzeit noch nicht weiß, wann er wegen seiner nach einem Kart-Unfall angeknacksten Rippen wieder ins Auto steigen kann, freut sich auf das bevorstehende Duell gegen den vom Honda-Test- zum Super Aguri F1 Team-Stammfahrer aufgestiegenen Anthony Davidson und Formel-1-Neuling Lewis Hamilton: "Das wird fantastisch werden. Es ist gut, kommendes Jahr in der Formel 1 vier britische Fahrer zu haben."