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Alonso: "Wir haben es verdient"

03. Dezember 2006 - 15:43 Uhr

Der Doppelweltmeister blickt noch einmal auf die schwierige Saison 2006 zurück und schickt einen letzten Liebesgruß an Renault

Fernando Alonso
Fernando Alonso ist Renault dankbar für einige Lektionen der Saison 2006
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Saison 2006 war für Fernando Alonso ein Wechselbad der Gefühle. Nach den ersten Rennen konnte er schon einen Vorsprung auf die Konkurrenz vorweisen, sodass ihm der Titel schon frühzeitig zugeschrieben wurde. Doch der Spanier ist stolz auf das Renault-Team und auch auf sich selbst, die vorzeitigen Glückwünsche nicht angenommen zu haben.

"Wir haben das Jahr sehr gut begonnen, wir wussten, dass wir für das erste Rennen bereit waren", erklärte er in der 'Marca'. "Wir konnten die ersten drei Saisonrennen gewinnen, da nutzten wir in etwa 95 Prozent unseres Potenzials. Aber dann wurden wir in Imola und am Nürburgring besiegt. Ferrari war immer da, von Anfang an. Zur Saisonmitte sagten schon einige zu mir, dass der Titel für uns einfach sein sollte. Aber diese Ansicht gab es im Team nicht. Wir wussten, dass unsere Gegner stark waren und dass unser Vorteil sehr schnell verflogen sein konnte."

Der Druck auf Renault nahm in der zweiten Saisonhälfte stark zu. "Bei den hohen Temperaturen in Magny-Cours und Hockenheim funktionierten die Bridgestone-Reifen besser, und dann kam noch das Verbot der Schwingungstilger", fuhr er fort. "Das war die erste Entscheidung, die uns unter Druck setzte, dann kam eine weitere in Ungarn dazu. Im Monza wurden wir dann im Qualifying wieder betraft und im Rennen lief es noch schlechter, da wir einen Motorschaden hatten. Alle Vorteile waren dahin."

Der enge Kampf an der Spitze macht seinen zweiten Titel zu etwas Besonderem. "Ich werde immer davon überzeugt sein, dass wir diese Meisterschaft verdient haben", so Alonso, der damit auch zum jüngsten Doppelweltmeister der Formel 1 wurde. "Das ist unglaublich. Ich konnte es zunächst nicht glauben, ich verstand nicht, was passiert war."

Auch wenn er Renault verlassen wird, den vielen Akteuren in Enstone und Viry wollte er noch einmal persönlich danken. "Es war wichtig für mich, den Angestellten zu danken, denn durch sie wurden die Grundlagen geschaffen", erklärte der 25-Jährige. "Sie haben mir in dieser Saison auch einiges beigebracht, was Fairness und Sportsgeist angeht. Daran werde ich mich mein Leben lang erinnern."