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Albers und das Auto, das von Anfang an "schlecht" ist

04. Dezember 2006 - 10:33 Uhr

Spyker-Pilot Christijan Albers hat seine eigene Strategie, wie er sein Team zu einer besseren Leistung antreibt

Christijan Albers
Albers macht jene Gebiete aus, auf denen sich sein Team noch verbessern kann
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während die Konkurrenz nach dem Ende der Formel-1-Saison bereits drei Testtage absolviert hat, steht das Spyker-Team derzeit noch in der Garage. Natürlich arbeitet man hinter den Kulissen intensiv an der Vorbereitung auf die kommende Saison, und auf diese konzentriert man sich im Moment auch.

Das Team entschied sich bewusst gegen den Bau eines Interimsautos, das aufgrund des Wechsels des Motorenpartners notwendig geworden wäre: "So können wir uns auf das bessere Endergebnis konzentrieren", so Christijan Albers in seiner 'Formule 1 Race Report'-Kolumne, der somit erst im neuen Jahr wieder auf die Strecke gehen wird.

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Das Team ist nun gerade dabei, nach den Versuchen mit einem 50-Prozent-Modell ein Modell in Originalgröße in den Windkanal zu stellen: "Die Basis steht, nun fahren sie mit der Feinabstimmung fort und entwickeln zum Beispiel die Flügel", erklärt der Pilot.

Der Rennfahrer aus Holland ist "heiß darauf" zu wissen, wo man mit dem neuen Auto stehen wird: "Natürlich hatte ich viel Kontakt per Telefon, aber ich war nicht in Silverstone. Ich war mit vielen anderen Dingen beschäftigt. So habe ich Liselore geheiratet und wir hatten einen sehr schönen Tag. Ich hatte auch meine Jungs eingeladen, die an meinem Auto arbeiten, und sie waren alle da." Anschließend verbrachte der 27-Jährige mit seiner Frau ein paar Tage in Paris.

Demnächst wird sich Albers auf den Weg in die Fabrik machen, um mit den Verantwortlichen zu sprechen, ein Treffen mit den Ingenieuren abzuhalten und dabei über das neue Auto diskutieren: "Ich sage da immer als Erstes, dass das Auto nicht gut genug ist. Dann sagen alle, dass ich ein Verrückter bin. Das finde ich nett, denn die Konsequenz ist doch, dass alle wachgerüttelt wurden..."

Derzeit würde das Team die Leistung des vergangenen Jahres analysieren: "Zum Beispiel, wie die Boxenstopps verlaufen sind. Eine der Sachen, mit denen ich unzufrieden gewesen bin, war die Zeit, die sie zum Tanken benötigten. Da gibt es auf der technischen Seite noch genügend Verbesserungsbedarf. Das sind kleine Dinge, aber durch sie kann man Zeit gutmachen."

Albers sei in diesem Jahr "ein paar Mal sauer gewesen", weil man mehrere Male die Chance verpasst hatte, Punkte einzufahren. Er sei diesbezüglich nicht frustriert, schließlich seien die Vorkommnisse nun Vergangenheit. Aber er hofft, dass das Team aus den gemachten Fehlern lernen wird.