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Webber und der Fluch von São Paulo...

25. Oktober 2006 - 09:43 Uhr

Seit 2004 ist Mark Webber beim Grand Prix von Brasilien immer mit seinen Teamkollegen kollidiert - Testfahrten für Red Bull Racing noch in diesem Jahr

Kollision zwischen Mark Webber und Nico Rosberg
Beim Anbremsen von Kurve vier wurde Mark Webber unglücklich angerempelt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist schon verhext: Bis auf 2002 hat Mark Webber noch nie eine Zielflagge beim Grand Prix von Brasilien gesehen, denn nach seinem schweren Unfall 2003 wurde er seit 2004 dreimal hintereinander von seinem jeweiligen Teamkollegen aus dem Rennen befördert - am vergangenen Wochenende gleich in der ersten Runde von Nico Rosberg.

"Ich fuhr gegen Pedro de la Rosa", schilderte der Williams-Pilot gegenüber 'SpeedTV.com' die Situation. "Durch Kurve drei hatten wir einen guten Fight. Er gab mir außen genug Raum, das war schon okay. Dann bremste ich die vierte Kurve an, Pedro steckte innen fest und Jenson (Button; Anm. d. Red.) war auch schon halb dort. Wir lagen alle ganz dicht beisammen, aber in der nächsten Sekunde krachte es dann schon."

Das Anbremsen der um Positionen kämpfenden Konkurrenten wurde nämlich von Rosberg unterschätzt, der zu spät auf die Bremse stieg und Webbers Heckflügel abrasierte. In der Box beobachtete Williams-Teilhaber Patrick Head neben Testfahrer Alexander Wurz die Szene, der später in seiner Funktion als TV-Experte für unsere Kollegen von 'Premiere' grinste: "Was Patrick da gesagt hat, war nicht ganz jugendfrei..."

"Es war ein harter Schlag, Nico hätte die Kurve niemals gekriegt."
Mark Webber

Webber: "Es war ein harter Schlag, Nico hätte die Kurve niemals gekriegt", gab er zu Protokoll. "Er hat zugegeben, dass er einen Fehler gemacht hat. Das erinnert einen daran, dass es in diesem Sport keinen Rückspulknopf gibt - und wenn es mal nicht für einen läuft, dann läuft es einfach nicht. Wenn alles zusammenpasst, dann passt es. Mit Christian Klien fightete ich 2004 zumindest das halbe Rennen hindurch um die Position..."

Und wie geht es nun für dich weiter, Mark? "Ich muss ein bisschen testen, werde mich aber vor allem erholen", entgegnete der Australier. "Ich werde mich vor Weihnachten nicht mehr umbringen, sondern es geht nur darum, die Red-Bull-Jungs kennen zu lernen. Wir werden das alte Auto fahren, mit dem man bei den Wintertests keine Bäume ausreißen kann. Ansonsten konzentrieren wir uns schon ganz auf Adrians (Newey; Anm. d. Red.) Auto."

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