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Wasserträger am Freitagnachmittag in Japan voran
Giancarlo Fisichella fuhr im zweiten Freien Training in Suzuka Bestzeit vor Massa, Schumacher und Alonso - Strecke anfangs nass, zum Schluss trocken
(Motorsport-Total.com) - Auf bis zu 25 Grad kletterte das Thermometer heute Nachmittag in Suzuka nach oben, im Gegensatz zum Morgen regnete es während des zweiten Freien Trainings auch nicht mehr. Dadurch sahen die zahlreich erschienenen Zuschauer entlang der 5,807 Kilometer langen Strecke zumindest zum Schluss viel Fahrbetrieb, als es in den letzten zehn Minuten abtrocknete.
Zunächst begann die Session bei nassen Bedingungen, 15 Minuten vor dem Ende wagte aber Michael Ammermüller (Red-Bull-Ferrari/25 Runden) als Erster einen Satz Rillenreifen. Der Deutsche ging prompt in Führung, wurde jedoch bis zum Ablaufen der Zeit noch mit 1,096 Sekunden Rückstand auf den zwölften Platz nach hinten durchgereicht. An ihm orientierte sich natürlich auch die Konkurrenz, die in der Folge die Intermediates geschlossen abmontierte.
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Wasserträger schneller als die WM-Kandidaten
Bestzeit erreichte unterm Strich Giancarlo Fisichella (Renault/8 Runden) in 1:34.337 Minuten, wobei das Klassement mit Vorsicht zu genießen ist, weil klarerweise jene Fahrer einen entscheidenden Vorteil hatten, die spät ihre letzte gezeitete Runde absolvierten. Hinter Fisichella reihte sich mit Felipe Massa (+ 0,071/10 Runden) Ferraris Wasserträger ein - es war also der Tag der Nummer-zwei-Fahrer.
Die beiden WM-Kontrahenten folgten auf den Positionen drei (Michael Schumacher/Ferrari/+ 0,228/10 Runden) und vier (Fernando Alonso/Renault/+ 0,526/5 Runden). Aufgrund der schlechten Bedingungen entschlossen sie sich dazu, ihren Motor nicht unnötig zu strapazieren, weshalb sie lange an der Box standen. Alonso zeigte aber dennoch seine Aggressivität, indem er in der 130R mit genau 300 km/h den zweitbesten Topspeed fuhr.
Schnellster war in der Mutkurve im letzten Sektor übrigens Sebastian Vettel (BMW Sauber F1 Team/+ 0,575/30 Runden), der hinter Anthony Davidson (5./Honda/+ 0,569/23 Runden) zweitbester Freitagsfahrer war und sich von der Strecke angetan zeigte. Jenson Button (Honda/+ 0,665/6 Runden), der einmal die Schikane abkürzen musste, Pedro de la Rosa (McLaren-Mercedes/+ 0,727/6 Runden), Jarno Trulli (Toyota/+ 1,006/12 Runden) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes/+ 1,030/5 Runden) komplettierten die Top 10.
Sutil mit Motorschaden außer Gefecht
Wie erging es den übrigen Deutschen? Ralf Schumacher (Toyota/+ 1,038/12 Runden) war vor allem im Regen schnell, was für Bridgestone ein gutes Zeichen ist, landete dann aber nur auf Position elf vor Ammermüller, Nico Rosberg (Williams-Cosworth/+ 1,839/10 Runden) wurde 15. und Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 4,442/5 Runden) 27. Pech hatte Adrian Sutil (MF1-Toyota/+ 9,577/14 Runden), denn dem Formel-3-Piloten blieb nach einem Motorschaden kurz vor der Trockenphase nur der 29. und letzte Platz.
Im Mittelfeld gab es eigentlich keine großen Überraschungen, sieht man einmal von der starken Performance der drei Super-Aguri-Hondas - Franck Montagny (+ 3,017/20 Runden) ließ als 19. immerhin zehn Konkurrenten hinter sich - ab. Außerdem wurde wieder einmal deutlich, dass man bei Red-Bull-Ferrari die Weiterentwicklung bereits vor Wochen eingefroren hat.
Im Reifenkrieg zeichnen sich noch keine klaren Tendenzen ab, weil die trockene Phase am Ende der Session viel zu kurz war, um echte Rückschlüsse zuzulassen. Allerdings war Bridgestone im Gegensatz zu China zu keinem Zeitpunkt dramatisch unterlegen, was aus Sicht von Ferrari schon mal ein positives Zeichen ist. Insgesamt riecht es zwischen den beiden WM-Kontrahenten Schumacher und Alonso nach ähnlichen Voraussetzungen...












