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Fry und Theissen erwarten spannendes Saisonfinale
Der WM-Kampf ist beinahe schon entschieden, doch der Defektteufel kann auch bei Fernando Alonso jederzeit wieder alles durcheinander bringen...
(Motorsport-Total.com) - Mit zehn Punkten Abstand zwischen Fernando Alonso und Michael Schumacher vor dem Saisonfinale in Brasilien ist eigentlich fast alles klar, denn nur bei einem punktelosen Auftritt des Renault-Piloten könnte sein Ferrari-Konkurrent bei gleichzeitigem Sieg noch Weltmeister werden - für viele ein höchst unwahrscheinliches Szenario.
Andererseits war die Formel-1-Saison 2006 bisher noch selten vorhersehbar - wer hätte damit gerechnet, dass Alonsos Motor in Monza eingehen würde, und wer hätte gedacht, dass Schumacher nur ein paar Wochen später vom gleichen Schicksal eingeholt werden könnte? Niemand. Daher sind auch beim Grand Prix in São Paulo noch alle möglichen Szenarien denkbar, was die Spannung doch zumindest am Leben erhält.
"Wir haben dieses Jahr gutes Racing", wird beispielsweise Honda-Teamchef Nick Fry von 'autosport.com' zitiert, "und wir werden jetzt auch noch ein gutes Rennen haben. Viele Leute wollen Michael in seinem letzten Rennen sehen - und ich bin sicher, dass er unbedingt gewinnen will, denn wenn er schon nicht Weltmeister werden kann, dann will er sich zumindest mit einem Sieg verabschieden. Das wäre ein passendes Ende seiner Karriere."
BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sieht dies ähnlich: "Für den Sport wäre ein offener Kampf besser gewesen, denn dann hätte es in Brasilien einen Thriller gegeben, aber das beweist nur, worum es in der Formel 1 geht. Sie ist nicht vorhersehbar, denn sonst würde ja niemand zuschauen. Als Michaels Motor in die Luft ging, war das einer der Momente, wo man auf den Boden zurückgeholt wird, denn er hatte sonst fast nie Zuverlässigkeitsprobleme", so der Deutsche.










