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Ferrari dominiert am Samstagmorgen in São Paulo

21. Oktober 2006 - 17:03 Uhr

Felipe Massa fuhr im dritten Freien Training überlegen Bestzeit vor Schumacher - Button Vierter, Alonso mit mehr als einer Sekunde Rückstand Siebenter

Michael Schumacher
Michael Schumacher geht als Favorit auf die Pole Position ins Qualifying
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei ähnlichen Bedingungen wie gestern - also stark bewölktem Himmel, etwa 20 Grad Lufttemperatur und trockener Strecke - fand in Interlagos bei São Paulo das letzte Freie Training der laufenden Formel-1-Saison statt. Resultat: Die beiden Ferrari-Piloten fuhren in ihrer eigenen Liga, ließen die Konkurrenz alt aussehen.

Michael Schumacher meldete sich in der 23. Minute erstmals zu Wort, als er mit seinem 248 F1 auf Anhieb in 1:13.706 Minuten Bestzeit fuhr und sich im Laufe der Session trotz eines Drehers weiter steigerte. Insgesamt spulte er 15 Runden ab, wobei er in seiner letzten Attacke im Mittelsektor korrigieren musste, dadurch etwa vier Zehntelsekunden verlor und somit schlussendlich nur Zweiter wurde - 0,188 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Felipe Massa (17 Runden).

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Ferrari dank Bridgestone schnell und konstant

Massa war auch heute wieder mit einem Rennoverall in den brasilianischen Nationalfarben unterwegs, bekam in 1:11.443 Minuten in letzter Minute einen fast perfekten Umlauf hin und kündigte damit seine Ambitionen an, den Heim-Grand-Prix gewinnen zu wollen. Für Ferrari sieht es jedenfalls gut aus: Nicht nur, dass die Bridgestone-Reifen speziell auf den Long-Runs sehr konstant sind, betrug der Vorsprung auf den nächsten Verfolger heute Morgen 0,863 Sekunden.

Dieser nächste Verfolger war übrigens Jenson Button (Honda/15 Runden), gefolgt von Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 1,092/20 Runden). Bester Renault-Pilot war Giancarlo Fisichella (+ 1,124/15 Runden) als Fünfter, obwohl er sich einmal drehte, während Fernando Alonso (+ 1,278/14 Runden) nach verpatztem Run mit neuen Reifen nur Siebenter wurde. Dazwischen im Renault-Sandwich: Rubens Barrichello (Honda/+ 1,254/18 Runden).

Die Top 10 wurden abgerundet von Kimi Räikkönen (8./+ 1,280/12 Runden), Pedro de la Rosa (beide McLaren-Mercedes/+ 1,337/15 Runden) und Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,594/15 Runden), der einen leichten Aufwärtstrend vermeldete. Und die übrigen Deutschen? Nico Rosberg (12./Williams-Cosworth/+ 1,937/13 Runden) leistete sich binnen einer Runde zwei Ausrutscher, Ralf Schumacher (16./Toyota/+ 2,199/20 Runden) ging nicht auf Zeitenjagd.

Knappe Abstände im Mittelfeld

Nico Rosberg
Nico Rosberg könnte heute im Qualifying eventuell in die Top 10 fahren
© xpb.cc

Ansonsten gab es im hinteren Teil des Mittelfeldes keine nennenswerten Überraschungen, wobei anzumerken ist, dass der Kampf um die Top 10 heute besonders heiß werden könnte, weil die Zeiten sehr eng beisammen liegen. Ganz hinten war hingegen alles wie immer: Sakon Yamamoto (Super-Aguri-Honda/+ 3,432/21 Runden) wurde wieder einmal öfter neben als auf der Strecke gesehen und wurde erwartungsgemäß Letzter.

Damit gilt Michael Schumacher als klarer Favorit auf die Pole Position, denn der siebenfache Weltmeister macht bisher einen sehr motivierten Eindruck und scheint sich auf ein konkurrenzfähiges Auto/Reifen-Paket verlassen zu können. Bei Renault hat man sich offenbar damit abgefunden, dass es nicht für ganz vorne reichen wird, aber Alonso und Fisichella müssen an diesem Wochenende ja auch nicht zwingend gewinnen...

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