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Cosworth-Rückkehr wird immer unwahrscheinlicher

18. Oktober 2006 - 19:23 Uhr

2007 wird Cosworth definitiv keine Motoren an ein Formel-1-Team liefern, doch auch eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt wird immer unwahrscheinlicher

Bernard Ferguson
Aus der Traum: Bernard Ferguson muss mit der Formel 1 wohl abschließen...

(Motorsport-Total.com) - Dass Cosworth am kommenden Wochenende in Brasilien zum vorerst letzten Mal an einem Formel-1-Rennen teilnehmen wird, steht schon seit einigen Wochen fest, seit der heutigen Sitzung des World Councils der FIA reduzieren sich jedoch auch die Chancen auf eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt auf ein Minimum.

Ursprünglich hatte die traditionsreiche Motorenschmiede aus Northampton gehofft, 2008 eines der beiden Red-Bull-Teams ausrüsten zu können. Hintergrund: Laut FIA-Vorschlag sollte jeder Hersteller maximal zwei Rennställe ausstatten dürfen - also zum Beispiel Renault Red Bull Racing und das eigene Werksteam sowie Ferrari die Scuderia Toro Rosso und das eigene Werksteam. Ferraris zusätzlicher Deal mit Spyker hätte also theoretisch einen Slot für Cosworth freiräumen können.

"Was", fragte sich daher Cosworth-Geschäftsführer Bernard Ferguson auf 'autosport.com', "wird 2008 passieren, wenn es am logischsten wäre, Red Bull und Toro Rosso auf ein und demselben Motor an den Start zu schicken? Bei einem Hersteller, der bereits in der Formel 1 ist, würde das eine Regel brechen, denn wenn beide auf Renault setzen, wären es ja insgesamt drei Renault-Teams. Vielleicht gibt es da eine Möglichkeit für uns."

Allerdings bat Ferrari in der Zwischenzeit bei der FIA um Erlaubnis, nicht nur 2007, sondern auch 2008 und darüber hinaus ein zweites Kundenteam ausstatten zu dürfen - also neben den hauseigenen Rennern auch die Scuderia Toro Rosso und Spyker. Im Rahmen der Sitzung des World Councils in Paris wurde diesem Antrag heute stattgegeben, womit ein Comeback von Cosworth als ausgeschlossen gilt, zumal ja die Motorenentwicklung bis 2010 eingefroren wird.