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Wurz am Freitag in China Schnellster vor Vettel
Die Freitagsfahrer dominierten das zweite Freie Training in Shanghai - Massa, Schumacher und Alonso auf den Positionen vier bis sechs
(Motorsport-Total.com) - Das zweite Freie Training in Shanghai begann bei 26 Grad, doch die Wettervorhersage prognostizierte Regen ab Halbzeit - wozu es auch tatsächlich kam: Bei zum Schluss nur noch 24 Grad und leichtem Nieselregen, der jedoch die Streckenverhältnisse nicht wirklich beeinträchtigte, sicherte sich Alexander Wurz (Williams-Cosworth) die Freitagsbestzeit.
Der Österreicher musste zwar wegen gelber Flaggen in seinem letzten Run lupfen, steigerte sich aber gegenüber dem Vormittag leicht und setzte nach 26 Runden einen Richtwert von 1:35.539 Minuten. Dabei hatte die Session denkbar schlecht für ihn begonnen: Beim ersten Herausfahren aus der Box starb sein Motor ab und er musste von Mechanikern zurück in die Garage geschoben werden. Erst nach fünf Minuten konnte Wurz sein Programm wirklich aufnehmen.
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Vettel schrammt nur knapp am Hattrick vorbei
Auf Platz zwei landete BMW Sauber F1 Team Pilot Sebastian Vettel (23 Runden), der nur um 40 Tausendstelsekunden am persönlichen Freitagshattrick vorbeischrammte, im Kampf der Freitagsfahrer aber erneut zumindest Anthony Davidson (Honda/+ 0,175/30 Runden) hinter sich ließ. Letzterer setzte zum Schluss noch eine Zwischenbestzeit, war jedoch - genau wie Wurz - wegen gelber Flaggen gezwungen, im letzten Sektor vom Gas zu gehen.
Schnellster Stammfahrer war Felipe Massa (4./Ferrari/+ 1,060/8 Runden), aber natürlich interessierten sich alle nur für das WM-Duell zwischen Michael Schumacher (Ferrari/+ 1,102/12 Runden) und Fernando Alonso (Renault/10 Runden), in dem sich der Ferrari-Pilot heute um 0,098 Sekunden durchsetzte. Die beiden scheinen vom Speed her auf einem ähnlichen Niveau zu sein, allerdings leistete sich Alonso in der Schlussphase einen Dreher in der berüchtigten Schneckenkurve.
Montagny sensationell in den Top 10
Die heimliche Sensation des Freitags lieferte Franck Montagny (7./Super-Aguri-Honda/+ 1,739/26 Runden), der die Top 10 vor Red-Bull-Ferrari-Hoffnung Michael Ammermüller (+ 2,139/26 Runden), der einen tadellosen Job machte, Tiago Monteiro (MF1-Toyota/+ 2,159/13 Runden), der einmal in der Zielkurve neben der Strecke war, und Giancarlo Fisichella (Renault/+ 2,179/12 Runden) vervollständigte. In jenen Regionen hatten die Fahrer bereits mehr als zwei Sekunden Rückstand.
Das BMW Sauber F1 Team beschränkte sich mit den beiden Stammpiloten Nick Heidfeld (14./+ 2,523/11 Runden) und Robert Kubica (22./+ 3,678/5 Runden) auf ein zweckorientiertes Minimalprogramm, ebenso wie Kimi Räikkönen, der erst 15 Minuten vor Schluss erstmals auf die Strecke ging, sich mit vier Runden begnügte und schlussendlich als 21. 3,640 Sekunden Rückstand hatte. So wenig unterwegs wie der "Iceman" war ansonsten niemand.
Wie erging es den übrigen Deutschen? Ralf Schumacher (Toyota/14 Runden) hielt sich am Freitag einmal mehr vornehm zurück, büßte als 17. hinter Rubens Barrichello (Honda/+ 2,737/16 Runden) 3,349 Sekunden ein, während Nico Rosberg die für ihn völlig neue Strecke lernte, von Williams-Cosworth 15 Übungsrunden zur Verfügung gestellt bekam und schlussendlich 23. wurde. Rückstand des ehemaligen GP2-Meisters: 3,983 Sekunden, obwohl der FW28 heute durchaus konkurrenzfähig war.
Scuderia Toro Rosso mit einigen Zwischenfällen
Auffällig waren ansonsten Alexandre Prémat (15./+ 2,559/26 Runden), der seinen Kopf in schnellen Kurven nicht halten konnte, und David Coulthard (26./Red-Bull-Ferrari/+ 4,616/15 Runden), der zwischendurch einen Plastikbeutel aus seinem Cockpit warf. Einen Ausritt beziehungsweise Dreher leisteten sich Scott Speed (19./+ 3,541/18 Runden) und Vitantonio Liuzzi (24./+ 4,031/20 Runden), während Neel Jani (20./alle Toro-Rosso-Cosworth/+ 3,579/28 Runden) mit Defekt stehen blieb.
Was das Kräfteverhältnis angeht, scheint nach dem ersten Trainingstag alles auf einen Zweikampf zwischen Ferrari und Renault hinauszulaufen, wobei die Bridgestone-Teams heute besonders konkurrenzfähig waren, was den Eindruck bestätigt, dass die Japaner eher weiche Gummimischungen mitgebracht haben könnten. Diese Situation im Reifenkrieg wird natürlich auch diverse Positionskämpfe im Mittelfeld entscheidend beeinflussen.













