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Williams mit verbesserter Aerodynamik nach China
Das Williams-Team möchte die fast fünfmonatige Negativserie in China mit einem neuen Aerodynamikpaket endlich beenden und wieder punkten
(Motorsport-Total.com) - Seit 141 Tagen, seit dem siebenten Platz von Nico Rosberg am 7. Mai beim Grand Prix von Europa, ist das früher so erfolgsverwöhnte Williams-Team nun schon ohne WM-Punkte - die mit Abstand schwärzeste Negativserie in der Geschichte des Rennstalls. Dies soll sich jedoch beim bevorstehenden Rennen in Shanghai ändern.
Zwar haben die Briten die Saison 2006 insofern schon abgeschrieben, als sie genau wissen, dass Rosberg und sein Stallkollege Mark Webber nicht mehr aus eigener Kraft auf das Podium fahren werden, doch ein versöhnlicher Abschluss in China, Japan und Brasilien wäre alleine schon für die Moral im anschließenden Winter wichtig. Daher wirft man nach dem Test in Silverstone nun auch noch einmal eine verbesserte Aerodynamik des FW28 in die Waagschale.
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Rosberg vor erstem Einsatz in Shanghai
"Seit Monza", erklärte Rosberg, "hatte ich es ruhig. Ich war zu Hause und konzentrierte mich auf mein Training. In Shanghai bin ich noch nie gefahren, daher kenne ich die Strecke nicht. Zwar war ich 2005 beim Rennen da, aber nur zum Zuschauen und als Vorbereitung auf dieses Jahr. Die Strecke sieht jedoch toll aus. Am Freitag muss ich die Strecke so schnell wie möglich lernen, aber insgesamt freue ich mich schon auf das Fahren. Ich hoffe auf ein gutes Wochenende."
Auch Webber mag die Stadt und die "erstaunliche" Strecke - "vielleicht eine der besten, auf der wir fahren. Als Tilke-Strecke ist sie sehr anspruchsvoll für Fahrer und Auto, aber das gefällt mir sehr", teilte er mit. "Das Rennen ist erst seit 2004 am Kalender, aber die Fans interessieren sich mehr und mehr für die Formel 1, was toll ist, weil China ein so wichtiger Markt für uns ist. Monza brachte kein gutes Resultat, daher wollen wir nun noch ein paar Mal in die Punkte fahren."
Das "einzigartige Streckenlayout" strich Technikchef Sam Michael heraus: "Die Mischung aus Kurvengeschwindigkeiten und den Geraden ist gelungen", urteilte er. "An manchen Stellen ist es ganz schön kurvig, speziell in der ersten Kurve, wo die Strecke immer weiter zuzieht, was schon mal einen Fahrer rauswerfen kann. Trotz der langen Geraden benötigt man daher in Shanghai ein Setup mit eher steil eingestellten Flügeln."
Gut ausbalanciertes Auto entscheidend
"Das Auto muss gut ausbalanciert sein und die Fähigkeit haben, schnelle Richtungsänderungen gut zu schlucken. Die bisherigen Rennen in China haben zudem gezeigt, dass man ganz gut überholen kann, speziell in der vorletzten Kurve. In Sachen Strategie erwarten wir zwei Stopps", sagte der Australier, der sich einen starken Saisonausklang "vor allem für die Jungs bei Cosworth, die dieses Jahr so hart gearbeitet haben", wünschen würde.
Grundsätzlich sieht er nach dem katastrophalen Sommer aber endlich wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels: "Wir hatten vergangene Woche in Silverstone einen positiven Test, bei dem Alex (Wurz; Anm. d. Red.) ein verbessertes Aerodynamikpaket ausprobierte, das wir in den letzten drei Rennen verwenden werden. Außerdem konzentrierten wir uns auf Reifentests und wir sind recht zuversichtlich, was unsere Vorauswahl angeht", fügte Michael an.
Für Cosworth sprach Chefrenningenieur Simon Corbyn: "Die Besonderheit in Shanghai ist die Kombination langer Geraden mit engen Kurven, zum Beispiel die Haarnadel bei Kurve 14. Dadurch könnten Probleme mit Fahrbarkeit und Traktionskontrolle auftreten, aber auf dem Prüfstand schienen wir das im Griff zu haben. Das breite Fahrbarkeitsband unseres CA2006-Motors sowie Cosworths Erfahrung im Tuning von Motoren ohne variable Ansaugtrichter sollten für uns von Vorteil sein", so der Brite.












