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Schumachers Erben, Teil 1: Sebastian Vettel

29. September 2006 - 12:21 Uhr

Im ersten Teil unserer neuen Serie stellen wir Sebastian Vettel vor, Formel-1-Titelanwärter und Freitagsfahrer des BMW Sauber F1 Teams

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel gilt als viel versprechendes deutsches Formel-1-Talent
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Sie sind jung, sie sind schnell und sie haben alle ein großes Ziel: den Sprung in die Formel 1, um dort irgendwann in die Fußstapfen von Michael Schumacher zu treten. Talentierte Nachwuchspiloten wie Sebastian Vettel, Timo Glock oder Michael Ammermüller drängen in die Königsklasse. Wir stellen Ihnen Schumachers Erben vor. Heute: Sebastian Vettel.

Er hat den gleichen Förderer und das gleiche Hobby wie Michael Schumacher, und mit seinen Trainingsbestzeiten als Freitagsfahrer in Istanbul und Monza ist Sebastian Vettel ebenso kometenhaft in den Formel-1-Zirkus eingestiegen wie Schumacher 15 Jahre zuvor. Die Ziele des 19-jährigen Abiturienten sind glasklar umrissen: "Ich will Formel 1 fahren, Rennen gewinnen und Weltmeister werden", sagte Vettel in Shanghai dem 'sid'. Bei seinem dritten Einsatz im BMW Sauber F1.06 musste er sich dort am Freitag zwar erstmals geschlagen geben, zur dritten Bestzeit in Folge fehlten ihm aber nur vier Hundertstelsekunden.

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Vettel als fleißiger Flugmeilensammler...

"Die Formel 3 hat für mich im Moment noch Priorität."
Sebastian Vettel

Spitze ist der Heppenheimer in der Endphase der Saison auch beim (Er-)Fahren neuer Rennstrecken und Sammeln von Flugmeilen. Neben seinen bis zum Jahresende insgesamt fünf Formel-1-Einsätzen (Istanbul, Monza, Shanghai, Suzuka, São Paulo) steckt er auch noch mitten im Endspurt um den Titel in der Formel-3-Euroserie: "Die Formel 3 hat für mich im Moment noch Priorität. Da will ich Meister werden", sagt Vettel.

Die weitere Zukunft lässt er erstmal auf sich zukommen: "Für ein Renncockpit in der Formel 1 wäre es noch ein bisschen früh", räumt das Supertalent offen ein. "Wir müssen schauen, was die beste Alternative und der logische Schritt ist." Im nächsten Jahr steigt Vettel vermutlich in die GP2-Serie auf und könnte parallel dazu für das BMW Sauber F1 Team testen. Einsätze als Freitagsfahrer - sofern vom Reglement her überhaupt möglich - wären dann aber wohl aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich.

Vettel ist rundherum bestens abgesichert. Er steht sowohl im Förderkader von Red Bull als auch bei BMW unter Vertrag: "Da bin ich in einer sehr guten Position", sagt er. Zudem hat Michael Schumacher persönlich ein Auge auf ihn, seit Vettel im Kartsport von Schumachers Entdecker Gerhard Noack gefördert wurde. "Ich war sieben oder acht Jahre alt, da hat Michael mir auf der Kartbahn in Kerpen zum ersten Mal einen Pokal überreicht. Da habe ich nur gedacht: Wow!", erinnert sich Vettel an den ersten Kontakt mit seinem Idol, obwohl er auch "ohne Michael schon von der Formel 1 geträumt" hatte.

Guter Kontakt zu Michael Schumacher

"Es ist nicht so, dass ich seine Handynummer habe..."
Sebastian Vettel

Seit damals halten die beiden losen Kontakt: "Es ist nicht so, dass ich seine Handynummer habe, aber wenn wir uns treffen, dann unterhalten wir uns", erzählt Vettel. Dass er Schumacher in der nächsten Saison nicht mehr in der Formel 1 trifft, findet er aber schade: "Ich konnte mir erst nicht vorstellen, dass er wirklich zurücktritt. Er hat die Formel 1 geprägt und gleich mehrere Fahrergenerationen überlebt. Es ist für alle schwierig, sich vorzustellen, wie die Formel 1 ohne ihn sein wird."

Nicht nur das Talent, schnell und präzise Auto zu fahren, teilt Vettel mit Schumacher, sondern auch das liebste Hobby. Vettel, der gerne im Ausland studieren würde ("Irgendwas Technisches, das mit Rennsport zu tun hat..."), spielt wie der Kerpener gerne Fußball: "Da ist man immer in Bewgung."

Das wird Sebastian Vettel in Zukunft ohnehin sein.