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Klien steht auch mit Werksteams in Kontakt

26. September 2006 - 13:28 Uhr

Christian Klien würde am liebsten Rennfahrer bleiben, könnte sich aber auch eine Rolle als Testpilot bei Honda oder Toyota durchaus vorstellen

Christian Klien
Christian Klien wird in China zum ersten Mal seit 2003 nicht dabei sein
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In China wird am kommenden Wochenende erstmals seit 2003 eine Grand-Prix-Veranstaltung ohne Christian Klien stattfinden, nachdem der Österreicher von Red Bull Racing entlassen wurde. Momentan sondiert er seine Optionen in der Formel 1. Grundsätzlich würde er am liebsten weiterhin Rennen fahren, allerdings könnte er sich unter Umständen auch eine Testpilotenrolle vorstellen.

Zuletzt wurde der 23-Jährige vor allem mit dem neuen Spyker-Team in Verbindung gebracht, welches kürzlich aus MF1 Racing hervorgegangen ist. Klien war sogar schon zu Besuch in der Fabrik in Silverstone, um dort mit Teamchef Colin Kolles zu sprechen. Die sportliche Perspektive wäre dort aufgrund der Verpflichtung von Startechniker Mike Gascoyne durchaus gegeben. Gleichzeitig hält er sich aber auch die Optionen Honda und Toyota warm.

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Klien steht mit mehreren Teams in Kontakt

"Ein Testplatz in einem Werksteam mit Perspektiven auf ein Renncockpit ist eine Option für mich."
Christian Klien

In einem Interview mit der Fachzeitschrift 'Motorsport aktuell' wollte er dies zwar nicht dezidiert bestätigen, doch Dementis klingen anders: "Ich spreche mit Werksteams", sagte Klien, ohne Namen zu nennen. "Ein Testplatz in einem Werksteam mit Perspektiven auf ein Renncockpit ist eine Option für mich. Priorität hat aber ein Renncockpit." Nach der Trennung von Red Bull kann er jedoch keine Sponsorengelder mehr einbringen, was sich als Stolperstein herausstellen könnte.

In den nächsten Wochen will er jedenfalls fleißig weitersondieren, Besuche im Fahrerlager von Shanghai, Suzuka oder São Paulo stehen momentan aber nicht auf dem Programm: "Mal sehen, ob ich in diesem Jahr noch zu einem Grand Prix fliege", gab der Österreicher zu Protokoll. "Ich bin auch so ständig in Kontakt mit den in Frage kommenden Teams. Mein Ziel ist es, nach Abschluss der Formel-1-Saison eine neue Zusammenarbeit zu starten."

Klien hätte die Saison gerne beendet

"Nur wenn man einmal nicht derselben Meinung ist, heißt das noch lange nicht, dass man alles gemeinsam Erreichte vergisst."
Christian Klien

Übrigens gestand Klien erstmals ein, "dass ich die letzten drei Rennen gerne für Red Bull Racing gefahren wäre", was freilich keine große Überraschung ist. Außerdem betonte er sein nach wie vor "sehr gutes" Verhältnis zu Dietrich Mateschitz - und er verlor kein schlechtes Wort über die Red-Bull-Familie: "Nur wenn man einmal nicht derselben Meinung ist, heißt das noch lange nicht, dass man alles gemeinsam Erreichte vergisst."

Auf die Frage, ob eine Degradierung zur Scuderia Toro Rosso für ihn in Frage gekommen wäre, antwortete er interessanterweise: "Als Abstieg würde ich das nicht bezeichnen. Toro Rosso hat im ersten Jahr Leistungen gebracht, die teilweise auf demselben Niveau waren wie die von Red Bull Racing. Die Fahrerplätze für 2007 sind dort - so denke ich zumindest - aber fixiert", meinte der 47-fache Grand-Prix-Teilnehmer.