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Ferrari beim Heimrennen auf Siegeskurs

08. September 2006 - 17:18 Uhr

Starker Auftakt für Ferrari beim Grand Prix von Italien: Michael Schumacher (2.) und Felipe Massa (3.) überzeugten am ersten Trainingstag in Monza

Felipe Massa
Ferrari erwischte einen fast perfekten Auftakt in das Heimwochenende in Monza
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach knapp 30 Minuten des zweiten Freien Trainings konnten die Tifosi erstmals an diesem Wochenende jubeln: Michael Schumacher fuhr gleich bei seinem allerersten Versuch Bestzeit, nachdem er - genau wie sein Teamkollege Felipe Massa - am Vormittag vor allem seinen Motor geschont hatte. Allerdings reichte es am Ende nicht ganz zum ersten Platz.

Schumacher spulte elf Runden ab, schrammte unterm Strich um 0,507 Sekunden an Sebastian Vettel vorbei. Nur 44 Tausendstelsekunden hinter ihm nistete sich Massa auf Rang drei ein, womit die beiden Ferraris deutlich schneller waren als alle anderen Nicht-Freitagspiloten. Dennoch warnt der siebenfache Weltmeister vor verfrühter Euphorie: "Man sollte noch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Es ist erst Freitag, da kann sich noch viel tun", erklärte Schumacher nach den 120 Trainingsminuten.

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Strecke nicht so griffig wie beim Test

"Dass ich denselben Motor verwenden muss wie beim letzten Grand Prix, ist kein Nachteil."
Michael Schumacher

"Ich würde sagen", fuhr er fort, "das war ein normaler Tag. Die Zeiten sind langsamer als vergangene Woche, weil noch nicht so viel Gummiabrieb liegt. Dass ich denselben Motor verwenden muss wie beim letzten Grand Prix, ist kein Nachteil. Wir haben die Situation bei den Tests simuliert und es gab keinerlei Probleme. Natürlich möchte ich gewinnen, aber der Abstand von heute wird wohl nicht so groß bleiben. Wie immer werde ich jedoch mein Bestes geben."

Auch Massa sprach von einem "positiven" Tag: "Wir arbeiteten daran, die Erkenntnisse des Tests vor einer Woche zu bestätigen, und wir sind konkurrenzfähig", meinte der Brasilianer. "Das Auto war stabil und war konstant schnell, was man auch von den Bridgestone-Reifen sagen kann. Das bedeutet, dass ich zuversichtlich in den Rest des Wochenendes gehe, das ja hinsichtlich der beiden Weltmeisterschaften von so enormer Wichtigkeit für uns ist."

Technikchef Ross Brawn bestätigte, dass Ferrari heute wegen des Tests "nur ein reduziertes Programm" fuhr, dies habe aber gut funktioniert. Und: "Die Hauptaufgabe war, Autos und Reifen zu testen und die Fahrer auf die Bedingungen einzuschießen. Wir haben dort weitergemacht, wo wir beim Test aufgehört haben. Ich bin zuversichtlich für die nächsten Tage. Das einzige Problem war ein Luftverlust bei Michaels Hinterreifen, aber das war nur eine Kleinigkeit", schilderte der Brite.

Ferrari deutlich schneller als Renault

"Unser Ziel ist klar, auch wenn es schwer zu erreichen ist."
Jean Todt

Insgesamt freilich konnte der Traditionsrennstall auf heimischem Boden zunächst ein positives Fazit ziehen, denn im Schnitt waren die beiden Ferrari-Piloten heute um gut 1,7 Sekunden schneller als die Renault-Konkurrenz - sehr zur Freude von Teamchef Jean Todt: "Monza ist unser zweites Heimrennen nach Imola. Es stehen noch vier Grands Prix aus. Unser Ziel ist klar, auch wenn es schwer zu erreichen ist, aber das war ein guter Anfang", sagte er.

"Heute fuhren wir weniger als normal, weil wir ja hier getestet haben. Wir freuen uns darauf, vor unseren Fans und speziell vor den Mitgliedern des Scuderia-Ferrari-Clubs zu fahren, die aus ganz Italien kamen und auf einer Tribüne in der Parabolica saßen. Morgen und übermorgen sind diese Plätze für unsere Mitarbeiter reserviert, was uns zusätzlich anspornt - nicht, dass das notwendig wäre -, nach dem besten Resultat zu streben", ergänzte der Franzose abschließend.