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Briatore hätte Räikkönen beinahe bekommen

08. September 2006 - 16:38 Uhr

Renault-Teamchef Flavio Briatore war offenbar nahe an einer Verpflichtung von Kimi Räikkönen dran, ehe sich dieser doch für Ferrari entschied

Flavio Briatore
Flavio Briatore wollte 2007 eigentlich mit Alonso und Räikkönen an den Start gehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Sonntag wird der Ferrari-Rennstall die Fahrerpaarung für die Saison 2007 bekannt geben - aller Voraussicht nach mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen. Letzterer hatte die Qual der Wahl, hätte auch bei McLaren-Mercedes bleiben oder zu Renault wechseln können. Flavio Briatore hätte ihn jedenfalls gerne zum Weltmeisterteam geholt.

"Es war knapp genug zum Fühlen, dass wir Kimi verloren haben", erklärte der charismatische Renault-Teamchef gegenüber 'ITV'. "Wir hätten nicht damit gerechnet, dass Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) gehen würde, haben da ein bisschen zu spät gehandelt. Mein Traum wären Kimi und Fernando gewesen, aber das war nicht möglich. Wenn die Stabilität der Teamstruktur schon damals wie jetzt gewesen wäre, hätten wir Fernando halten können. Das Timing war einfach nicht richtig."

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Bekanntlich gab es bis vor einigen Monaten Spekulationen, ob sich Renault unter dem als Sparmeister bekannten Konzernchef Carlos Ghosn aus der Formel 1 zurückziehen würde oder nicht. Ghosn schickte daraufhin seinen Vorstandskollegen Alain Dassas in die Verhandlungen mit Bernie Ecclestone - und als das neue Concorde Agreement im Wesentlichen stand, verpflichteten sich die Franzosen langfristig der Formel 1. Für Alonso und Räikkönen kam dies jedoch zu spät.

Wir wissen also von Briatore, dass Räikkönen zu Ferrari wechseln und von Dietrich Mateschitz, dass Felipe Massa bei Ferrari bleiben wird. Logische Schlussfolgerung: "Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) hat das Gefühl, dass es Zeit zum Aufhören ist", so Briatore. "Es gibt viele junge, aggressive Fahrer. Ich glaube, dass Massa in den vergangenen drei Rennen schneller war als er. Die Formel 1 verliert einen großen Star, aber sie ist stark genug, um das zu verkraften."