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Beide Ferrari-Fahrer für Shanghai zuversichtlich

28. September 2006 - 14:12 Uhr

Michael Schumacher will im WM-Kampf weiter alles geben, doch auch Felipe Massa kommt guter Dinge nach Shanghai, wo er Ferrari viel zutraut

Vorbereitungen bei Ferrari
Das Ferrari-Team will in Shanghai absolut nichts dem Zufall überlassen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Michael Schumachers chinesische Statistik ist die mit Abstand schlechteste aller Formel-1-Strecken, dennoch macht man sich bei Ferrari vor dem drittletzten Rennen der Weltmeisterschaft 2006 keine Sorgen. Im Gegenteil: Genau wie Schumacher strotzt auch dessen Teamkollege Felipe Massa nur so vor Selbstbewusstsein.

"Die drei kommenden Rennen", so der Brasilianer, "sollten uns gut liegen. Auch hier in Shanghai hat Ferrari schon gewonnen. Die Vergangenheit zählt aber nicht. Wichtig ist, dass es auf allen Strecken, die ähnlich sind wie hier - Türkei und Malaysia - gut gelaufen ist. Ich denke, das kann man auch über Suzuka nächstes Wochenende sagen. Und dann kommt Interlagos. Natürlich wäre es für mich als Brasilianer großartig, dort eine Chance zu haben und beide Weltmeisterschaften zu entscheiden."

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Druck ist für Ferrari-Fahrer nichts Neues

"Wenn ein Team um Titel kämpft, gibt es immer Druck."
Felipe Massa

Ferner gestand er ein, dass Ferrari unter Druck stehe, "aber das ist ja ganz normal für einen Ferrari-Fahrer. Wenn ein Team um Titel kämpft, gibt es immer Druck. Wir müssen konzentriert bleiben, unser Bestes geben und dürfen keine Fehler machen. Wir werden alles geben und hoffen auf ein starkes Wochenende. Wir sind zuversichtlich und ich denke, dass wir ein Auto haben, mit dem wir am Sonntag gewinnen können."

Auch die jüngsten Testfahrten seien positiv verlaufen: "Wir haben ein paar neue Dinge am Auto, zum Beispiel aerodynamische Komponenten und eine verbesserte Radaufhängung. Das alles sollte uns ein wenig helfen. Ich denke, wir haben solide Arbeit geleistet, was mich noch zuversichtlicher stimmt. Natürlich haben unsere Rivalen auch neue Teile, aber unser Paket ist in jedem Fall konkurrenzfähig", gab der 25-Jährige zu Protokoll.

Schumacher von Negativstatistik unbeeindruckt

"Ich sehe keinen Grund, warum das diesmal nicht anders sein sollte."
Michael Schumacher

Für Schumacher stand indes in diversen Mediengesprächen eher seine negative Bilanz in China auf der Tagesordnung, denn in zwei Jahren hat er bisher noch keinen einzigen WM-Punkt geholt. Aber: "Das hat nichts mit Glück oder Pech zu tun, sondern im ersten Jahr waren es unglückliche Umstände und im Vorjahr hatten wir kein konkurrenzfähiges Paket, um an der Spitze mitzufahren", relativierte der siebenfache Weltmeister. "Ich sehe keinen Grund, warum das diesmal nicht anders sein sollte."

Im Mittelpunkt steht aus seiner Sicht natürlich der WM-Kampf gegen Fernando Alonso, in dem er ein "sehr enges" Duell erwartet: "Alles hängt von den Eigenschaften der Reifen und der Strecke ab, die sich in eine oder die andere Richtung entwickeln könnte. Dann muss man abwarten, wie sich alles entwickelt und wie es dann in den anderen Rennen läuft", sagte Schumacher, dem momentan zwei Punkte auf die Gesamtführung fehlen.