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Alonsos Liebe zu Renault ist erloschen

26. September 2006 - 15:27 Uhr

Fernando Alonso erklärt die Beweggründe für seinen Weggang von Renault: "McLaren zählte in den letzten zehn Jahren fast immer zu den Topteams"

Fernando Alonso
Fernando Alonso stand angeblich nie in ernsthaften Verhandlungen mit Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Klingt nach einer Legende, ist aber wahr: Fernando Alonso und McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis sprachen im Sommer 2005 ausgerechnet auf dem Podium nach einem Sieg von Kimi Räikkönen erstmals über eine mögliche Zusammenarbeit, wenn auch zunächst nur im Scherz. Alonso soll sich über seinen Renault beschwert haben, worauf Dennis anbot, er solle doch zu ihm kommen.

Ein paar Wochen später war der ab 2007 in Kraft tretende Vertrag unter Dach und Fach. Alonso bereut diese Entscheidung nicht: "Die Liebe zu Renault war erloschen", wird er von 'auto motor und sport' zitiert. "Ich wollte einen Tapetenwechsel. Wir sind zusammen groß geworden, haben uns vom vierten Platz in der Konstrukteurswertung zum Titel hochgearbeitet. Mehr geht nicht. Man sollte sich auf dem Höhepunkt trennen."

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Der amtierende Weltmeister rechtfertigte seinen Entschluss vor allem damit, dass er zu jenem Zeitpunkt Zweifel an Renaults Formel-1-Engagement hatte: "Ich glaube nicht, dass Renault in Zukunft das Geld ausgeben wird, das nötig ist, um zu gewinnen", erklärte er. "McLaren zählte in den letzten zehn Jahren fast immer zu den Topteams. Die Gefahr, dass sie 2007 auf Platz acht abstürzen, ist gering."

Ferrari sei im Gegensatz zu McLaren-Mercedes nie ein Thema gewesen, weil ihm Teamchef Jean Todt nie ein Angebot unterbreitet habe - "und hinterherlaufen will ich denen auch nicht", gab Alonso zu Protokoll. "Ich habe den Eindruck, dass Ferrari mehr als jedes andere Team protegiert wird. Da fahre ich lieber für ein anderes Team und versuche, sie zu schlagen."