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Alonso rechnet mit spannendem WM-Finale

23. September 2006 - 09:56 Uhr

Fernando Alonso möchte unbedingt wieder Weltmeister werden, weiß aber, dass die Konkurrenz seit Saisonbeginn stärker geworden ist

Fernando Alonso
Fernando Alonso gönnt sich derzeit eine Pause vom Formel-1-Alltag
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Bis zu 25 Punkte Vorsprung auf Michael Schumacher hatte Fernando Alonso während der laufenden Saison bereits, drei Rennen vor Schluss sind es jedoch nur noch deren zwei. Trotzdem geht der Renault-Pilot sehr selbstbewusst in das WM-Finale in China, Japan und Brasilien, schließlich sei er auf diese Situation vorbereitet.

"Wir wussten immer", erklärte er am Freitag am Rande einer Pressekonferenz in Oviedo, "dass es am Ende der Weltmeisterschaft sehr knapp werden würde, aber darauf war ich von vornherein eingestellt. Bei Renault waren wir eben für die ersten Rennen perfekt gerüstet, total konkurrenzfähig. Da konnten wir wahrscheinlich schon 95 Prozent unseres Maximums abrufen, während es bei den anderen Teams höchstens 70 Prozent waren."

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Alonso geht wieder voll auf Siege los

"Wir wissen, dass wir die Performance haben, um Rennen zu gewinnen."
Fernando Alonso

Diese Situation habe sich jedoch spätestens im Sommer mit Ferraris bemerkenswerter Aufholjagd verändert: "Jetzt stehen alle bei 98 oder 99 Prozent, die Performance liegt sehr, sehr eng beisammen. Wir wissen, dass wir die Performance haben, um Rennen zu gewinnen - und genau das müssen wir schaffen", kündigte der 25-Jährige an. Da es unsinnig wäre, den geringen Punktevorsprung zu verteidigen, wird er nun also wieder aggressiver auf Sieg fahren.

"Wir führen schon das ganze Jahr und wollen in der gleichen Position bleiben", gab Alonso ferner zu Protokoll. "Ehrlich gesagt ist die Motivation im Team größer denn je. Dies sind meine letzten drei Rennen mit dem fantastischen Renault-Team und die letzten drei Rennen der legendären Michelin-Ära in der Formel 1. Daher ist unser Siegeswille enorm - und ich bin fest davon überzeugt, dass wir es tatsächlich schaffen können."

Problematisch ist lediglich, dass sich sein Konkurrent Schumacher derzeit voll ins Testprogramm von Ferrari reinkniet, während der Titelverteidiger wegen einer Knieverletzung pausierte und stattdessen PR-Termine in Spanien und Japan auf sich nahm. In den Medien führte dies prompt zu Spekulationen, Renault schließe den eigenen Topfahrer wegen seines Wechsels zu McLaren-Mercedes aus dem Entwicklungsprogramm aus, was von teamnahen Quellen als "absurd" bezeichnet wurde.

Kein Testverbot seitens des Renault-Teams

"Das ist so langweilig und bringt für mich überhaupt nichts."
Fernando Alonso

"Ich hatte nach Monza Probleme mit dem Knie und wollte für China fit werden", erklärte Alonso. "Beim Test in Silverstone ging es nur um Funktionstests - da waren 15 oder 20 Sensoren am Auto, von denen die Ingenieure sehen wollten, wie sie reagieren. Das ist so langweilig und bringt für mich überhaupt nichts. Daher haben sie weder Fisichella noch mich aufgefordert, das zu machen, denn wir wären gelangweilt gewesen."

Außerdem vertritt der WM-Leader die Ansicht, dass längere Pausen zwischen den Rennen für seine Leistungen förderlicher sind: "Ich glaube nicht, dass Stress gut für einen ist", sagte er. "Wir müssen unseren Job machen und ich muss 100 Prozent innerhalb des Teams geben. Wenn wir unseren Job machen und den Titel verdienen, dann werden wir auch gewinnen. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir in den nächsten Rennen unser Bestes geben."