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Villeneuve: "Kubica ist ein Fragezeichen"

18. August 2006 - 15:05 Uhr

Jacques Villeneuve stellt den Schachzug von BMW in Frage, ihn durch Formel-1-Neuling Robert Kubica zu ersetzen

Jacques Villeneuve
Villeneuve wollte mit BMW den Weg zum Erfolg suchen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jacques Villeneuve hat nach der vorzeitigen Trennung von Arbeitgeber BMW vielleicht beim Großen Preis von Deutschland sein letztes Formel-1-Rennen bestritten. Der Kanadier wird im kommenden Jahr eventuell in der NASCAR an den Start gehen, aus der Formel 1 soll ihm derzeit kein verlockendes Angebot vorliegen.

Eigentlich hatte der Weltmeister von 1997 vor, beim Aufbau des BMW Sauber F1 Teams mitzuhelfen und eines Tages erste Früchte zu ernten, doch der elffache Grand-Prix-Sieger hat die Rechnung ohne die Münchener gemacht, die in Robert Kubica die bessere Alternative sehen und Villeneuves Unfall in Hockenheim als Gelegenheit genutzt haben, um Kubica im Renneinsatz auszuprobieren.

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Villeneuve kann nicht verstehen, warum man ihn nicht mehr im Team haben möchte: "Ich habe Rennen angeführt und ich habe Rennen gewonnen. Ich weiß, wie man das macht", so "JV" gegenüber der 'F1Racing'. "Ich nehme also an, dass die Frage, ob ich kommendes Jahr für BMW fahren sollte, hieß: Dachte BMW, dass sie kommendes Jahr jemanden brauchen, der Rennen anführen und gewinnen kann? Wenn dies der Fall war, dann hätten sie mich gebraucht. Es hängt einfach davon ab, wie ehrgeizig sie waren."

Offiziell betont man bei BMW immer wieder, dass man derzeit noch keine Rennsiege einplant. 2007 will man regelmäßig auf das Podium kommen, Siege seien frühestens 2008 realistisch. Doch Villeneuve sieht das etwas anders: "Ich dachte, dass die Fortschritte, die sie gezeigt haben, sehr stark waren und darauf hinweisen, dass sie jemanden brauchen, der Rennen anführen und gewinnen kann."

Ob Robert Kubica dieser Anforderung gerecht wird, stellt Villeneuve trotz dessen überzeugender Vorstellungen in den Freitagstrainings in Frage, zu groß sei der Unterschied zwischen Tests und Rennkilometern: "Robert ist ein Fragezeichen. Ich kritisiere ihn nicht, ich sage nur, dass er ein Fragezeichen ist, weil er eines ist. Robert ist sehr jung. Bisher verfügt er nicht über viel Rennerfahrung. Erfahrung ist immer hilfreich und wichtig, denn das hilft dir in schwierigen Situationen."