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Renault litt unter starkem Graining

25. August 2006 - 15:42 Uhr

Renault schaffte es am ersten Trainingstag nicht in die Top-Ten, doch die Reifenprobleme hatte das Team bereits im Vorfeld erwartet

Fernando Alonso
Fernando Alonso hatte mit den Spitzenzeiten nichts am Hut
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während die anderen Top-Teams fröhlich Spitzenzeiten fuhren, folgten Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella immer mit einigem Abstand - Platz zwölf für Alonso, Rang 18 für Fisichella. Beide Renault-Piloten litten unter einem massiven Graining der Vorderräder, zudem passte auch das Setup nicht ganz. Da die Reifenwahl schon so gut wie gefallen ist, kann man sich am Samstag auf weitere Setupänderungen konzentrieren.

"Es war ein normaler Freitag für mich", so Alonso."Wir haben Reifen probiert, fuhren einige Runden, um uns wieder an den Kurs zu gewöhnen, und dachten über Setupänderungen für das Wochenende nach. Wir litten aber unter starkem Graining nach einigen Runden, aber das Auto fühlte sich sonst konkurrenzfähig an. Ich denke, dass wir morgen um die Pole Position kämpfen werden, wenn mehr Gummi auf der Bahn liegt. Wir haben heute viele Sachen gelernt und ich bin zuversichtlich, dass das Auto an diesem Wochenende schnell sein wird."

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Auch Fisichella hatte Reifenprobleme. "Ich hatte wie Fernando starkes Graining nach einigen Runden, aber bei mir kam hinzu, dass ich auf den schnellsten Runden noch in Verkehr kam", so der Römer. "Von den Zeiten her scheint es, als würden wir hier etwas zurückliegen, aber der Freitag ist nie ein zuverlässiger Indikator für den Rest des Wochenendes. Wir müssen über Nacht hart arbeiten, um uns zu verbessern, aber ich bin zuversichtlich, dass wir morgen Nachmittag wieder auf unseren gewohnten Positionen stehen."

"Wir haben schon im Vorjahr entdeckt, dass der Hauptfaktor für die Leistungsfähigkeit das Graining war, das war auch heute so", erklärte Chefingenieur Pat Symonds. "Auf Strecken wie dieser hier, wo weniger beschleunigt wird, werden die Vorderreifen stark belastet - die Autos tendieren dazu, in den Kurven zu rutschen. Das sind ideale Bedingungen, um ein Graining zu verursachen."

"Wir wussten, dass wir das heute überstehen mussten, um nicht unsere Leistungsfähigkeit am Sonntag zu beeinflussen. Wir fuhren daher mit viel Benzin, um die schlechtesten Bedingungen zu provozieren. Es zeigte sich, dass das Graining massiv war. Das erklärt auch unsere schlechte Leistung, aber das heute Gelernte wird uns helfen. Ich bin sicher, dass wir morgen wieder vorn stehen werden."

Motorenseitig gab es keine Probleme. "Freitag ist immer ein Arbeitstag, jedes Team spult seine Programme ab und konzentriert sich darauf, die besten Chassis- und Motorensetups zu finden", so Motoren-Einsatzchef Denis Chevrier. "Das haben wir heute auch gemacht, die Zeitenliste sollte man also mit Vorsicht genießen. Bei den Motoren sind beide Fahrer weiter nicht im Takt. Giancarlo hat hier einen neuen Motor, während Fernando den V8 aus Ungarn weiter verwendet. Der Motor von Giancarlo hat dabei bereits einige Verbesserungen, die dann auch in Monza debütieren werden. Sie funktionierten heute ohne Probleme."