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Motorenzuverlässigkeit: Honda hat Nachholbedarf

07. August 2006 - 13:07 Uhr

Trotz des Ungarn-Sieges hat Honda in Sachen Motorenzuverlässigkeit noch Nachholbedarf - Renault als einziger Hersteller mit weißer Weste

Renault-V8-Motor
Der Renault-RS26-V8-Motor ist das zuverlässigste Aggregat der Saison 2006
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 geht nach 13 von 18 gefahrenen Rennen in die Sommerpause - ein optimaler Zeitpunkt für erste Zwischenbilanzen, auch wenn an der Spitze der WM-Kampf zwischen Fernando Alonso und Michael Schumacher noch voll im Gange ist. 'F1Total.com' hat daher einmal die Zuverlässigkeit der neuen V8-Motoren unter die Lupe genommen.

Berücksichtigt wurden dabei keine Testfahrten, sondern lediglich Motorschäden die während eines Rennwochenendes an einem der beiden Einsatzfahrzeuge - nicht berücksichtigt sind die Freitagsautos - aufgetreten sind. Wenig überraschend: Honda - auch nach dem Sieg in Ungarn gibt es bei den Japanern also zumindest noch eine Großbaustelle - führt die Liste mit bereits neun Motorschäden an.

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Japanische Hersteller mit schlechtester Zuverlässigkeit

Interessant in diesem Zusammenhang, dass Honda zwar offiziell die gleiche V8-Ausbaustufe an das japanische Kundenteam Super Aguri liefert, welches bisher aber erst zweimal ein kapitales Motorenproblem zu beklagen hatte. Ähnlich die Situation bei Toyota: Gleich fünfmal versagten die Triebwerke bisher beim Werksteam mit Ralf Schumacher und Jarno Trulli den Dienst, jedoch nur zweimal bei MF1 Racing.

Am besten gearbeitet haben über den Winter und in der ersten Saisonhälfte offenbar die Topteams, denn Ferrari und McLaren-Mercedes hatten jeweils erst einen klassischen Motorschaden unter Rennbedingungen zu verzeichnen, während Renault als einziger Rennstall überhaupt auch nach 13 Rennen noch eine blütenweiße Weste vorweisen kann. BMW steht momentan bei vertretbaren drei Defekten im Triebwerksbereich.

Cosworth hatte erst einen richtigen Motorschaden

Angesichts der negativen Medienberichterstattung doch etwas überraschend: Die britische Motorenschmiede Cosworth, die das Williams-Team beliefert, muss sich nur für einen V8-Motorschaden verantwortlich fühlen. Zwar gab es im Laufe der Saison mehrere Defekte, die zu Problemen mit dem CA2006-Triebwerk führten - so zum Beispiel bei Mark Webber in Hockenheim -, doch diese entsprangen nicht direkt aus einem Motorenproblem heraus.

In Sachen Drehzahl hat Mercedes in den vergangenen Wochen die Spitze übernommen, wie 'F1Total.com' aus zuverlässiger Quelle erfahren hat. Der deutsche Hersteller kann im Rennen 19.800 Touren fahren, knackt im Qualifying aber seit kurzem die 20.000er-Schallmauer. Auch Cosworth muss sich in diesem Bereich nicht verstecken, dreht im Qualifying schon seit Saisonbeginn 20.000 und im Rennen 19.500 Touren.