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Jordan: Frank Williams sollte sein Team verkaufen

20. August 2006 - 09:35 Uhr

Laut dem früheren Rennstallbesitzer Eddie Jordan kann Williams nur durch einen Verkauf an einen großen Automobilhersteller wieder konkurrenzfähig werden

Eddie Jordan
Eddie Jordan ist der Meinung, Frank Williams sollte sein Team verkaufen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Williams erlebt 2006 eine schwierige Saison. War man nach den ersten Rennen noch recht zuversichtlich, im ersten Jahr nach der Trennung von Motorenpartner BMW gut abschneiden zu können, wartet das Team von Frank Williams seit nunmehr acht Rennen auf einen WM-Punkt und erlebt damit die längste Durststrecke seit mehr als 20 Jahren. In der Konstrukteursmeisterschaft ist man mittlerweile auf Rang acht abgerutscht, von den Erfolgen in den 90er-Jahren, als man mehrere Fahrer- und Konstrukteurstitel erringen konnte, ist man derzeit weit entfernt.

Laut dem früheren Rennstallbesitzer Eddie Jordan, der sein Team im Januar 2005 an die Midland-Gruppe des russischen Stahlmilliardärs Alexander Shnaider verkaufte, fehlen Williams vor allem die finanziellen Ressourcen, um wieder an die Spitze vorstoßen zu können, wie der Ire in seiner Kolumne in 'F1Racing' schreibt. Dieser Realität müsse man sich nun stellen: "Ich schätze dich wirklich sehr, Frank. Aber nun ist es an der Zeit, einen scharfen, ausführlichen Blick in den Spiegel zu werfen. Du magst immer noch eine hervorragende Technikabteilung haben, aber du hast nicht besonders viel Geld", erklärte Jordan.

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Nach der Trennung von BMW rückt Williams in dieser Saison mit Cosworth-Aggregaten aus, für die man jedoch tief in die Tasche greifen muss. Daneben verlor das Team auch noch Hauptsponsor 'HP', was eine weitere Lücke ins Budget des britischen Traditionsrennstalls riss. "Natürlich verschafft dir das Unterzeichnen des neuen Concorde Agreements ein wenig Geld von Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.), und Jenson (Button; Anm. d. Red.) an Honda zu verkaufen hat sicher auch geholfen, aber was hast du sonst noch?", appellierte Jordan.

Der frühere Teambesitzer ist der Meinung, dass Williams daher seinem eigenen Beispiel folgen und seinen Rennstall verkaufen sollte, andernfalls sehe er für das Team keine Chance, im Duell mit den Automobilherstellern zu bestehen. Als Partner und potenziellen Käufer schlägt Jordan Toyota vor, ein erster Schritt sei mit dem Motorenvertrag für die kommende Saison bereits getan. Mit einem Verkauf wäre laut Jordan gewährleistet, dass Williams überleben und wieder konkurrenzfähig werden kann, zeigte sich der 58-Jährige überzeugt.