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Inga on Tour: Im schönen Budapest

02. August 2006 - 09:50 Uhr

'F1Total.com'-Reporterin Inga Stracke berichtet in ihrer Kolumne über die traumhafte ungarische Metropole von Budapest

Budapest
Budapest gehört ohne Zweifel zu den schönsten Städten der Formel-1-Tour
© F1Total.com

(Motorsport-Total.com) - Hallo liebe Formel 1 Fans!

Zum insgesamt 21. Mal kommt die Formel 1 bereits an den Hungaroring, 20 Kilometer nordöstlich von Budapest gelegen. Der 4,384 km lange Kurs wurde eigens für die Formel 1 gebaut, das erste Rennen fand 1986 statt.

Die Zweieinhalb-Millionen-Metropole ist eine der schönsten Städte Europas, mit dem alten Charme Wiener Kaffeehäuser, Weinstuben und Zigeunermusik. Wer allerdings die typisch ungarische Küche probiert, dem sei gesagt: aufgepasst. Sehr pikant bis ausgesprochen scharf. Da wird es einem schon mal schnell heiß - auch ohne die meist hochsommerlichen Temperaturen.

Das Flair der Donaumetropole kann man hier richtig genießen. Empfehlenswert ist vor allem - wenn möglich - eine abendliche Bootsfahrt auf der Donau. Wenn die Sonne untergeht und die Lichter der Stadt ihr einen einzigartigen Schein verleihen, ist Budapest einfach wunderschön!

Budapest
Die Kettenbrücke gehört zu den Wahrzeichen von Budapest
© F1Total.com

Sehenswert: Die Kettenbrücke (Széchenyi Lánchíd) wurde 1849 eröffnet und ist die älteste Budapester Donaubrücke. Sie ist ein spätes Werk des Klassizismus: über zwei an Triumphbögen erinnernde Strompfeiler laufen die eisernen Ketten, die den Brückenkörper tragen. Dieser spannt sich vom Rooseveltplatz Tunnel, der wiederum unter dem Burgberg hindurchführt.

Ein Traum ist das historische Gellert-Bad, eine alte Therme mit Innen- und Außenanlagen. Vor zwei Jahren haben wir dort am Sonntagabend mit allen hart arbeitenden Formel-1-Mitgliedern eine rauschende Party bis in die Morgenstunden gefeiert.

Das Kleinod von Buda ist die Kirche "Unserer Lieben Frau" oder auch Matthiaskirche hinter der Fischerbastei. Im Turm ist das Familienwappen mit dem Raben von König Matthias eingelassen. Die Kirche wurde 1247 erstmals erwähnt, sie wurde zur Türkenzeit für 150 Jahre als Moschee umfunktioniert.

Ein Muss ist auch ein Besuch in meinem Lieblingsbauwerk: der Burg Vajahnyad! Sie wurde anlässlich des Milleniums gebaut und sollte anhand von bereits existierenden Gebäuden sämtliche zu jener Zeit in Ungarn anzutreffenden Baustile beinhalten aber dennoch ein einheitliches Ganzes bilden. Die Formel 1 hat an diese Burg ganz besondere Erinnerungen, hier fand 2002 eine rauschende Red Bull-Party statt, von der noch heute das halbe Fahrerlager schwärmt!

Doch kommen wir zum "Ernst des Lebens": Bei strahlend blauem Himmel und heißen 40 Grad schwitzten in den letzten Jahren zehntausende aus Deutschland und Österreich angereiste Schumi-Fans mit finnischen und ungarischen Formel-1-Begeisterten um die Wette. Ihre Top-Spots abseits der Strecke: die Fahrerhotels Kempinski, Marriott und Metropol.

Budapest ist nicht unbedingt die erklärte Lieblingsstrecke der Piloten (wird auch gerne immer wieder als Mickey-Maus-Kurs bezeichnet!), bietet jedoch für Strategen wie Ross Brawn (Ferrari) ein ideales Spielfeld! Ein kompletter Boxenstopp (samt Ein- und Ausfahrt) ist hier schneller als auf anderen Strecken, dafür ist die Reifenabnutzung wesentlich höher.

Größtes Problem der Piloten: die Strecke ist vom Pusztawind völlig eingestaubt und damit dementsprechend rutschig. Demzufolge ging in den vergangenen Jahren beim ersten Training kaum einer der Fahrer auf die Strecke, da jeder darauf wartete, dass die anderen die Strecke "säubern".

Eure Inga Stracke