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'F1Total.com' ehrt Peter Sauber für sein Lebenswerk

29. August 2006 - 17:48 Uhr

Der ehemalige Formel-1-Teamchef Peter Sauber nahm dieser Tage in Pfäffikon den 'F1Total-Award' für sein Lebenswerk in Empfang

Peter Sauber
Ex-Formel-1-Teamchef Peter Sauber mit dem 'F1Total-Award' für sein Lebenswerk
© CN/F1Total.com

(Motorsport-Total.com) - Ein Leben für den Motorsport: Peter Sauber zog sich Ende 2005 operativ aus der Formel 1 zurück, nachdem er mit seinem Team 13 Jahre in der Königsklasse verbracht hatte. In insgesamt 36 Jahren Racing verkörperte er stets seine berühmten schweizerischen Tugenden, erreichte damit viele Erfolge und erntete vor allem aufrichtige Anerkennung von allen Seiten.

Zwar blieb dem Sauber-Team in der Formel 1 ein Grand-Prix-Sieg oder gar ein WM-Titel versagt, doch die in Hinwil stationierte Mannschaft, die inzwischen unter der Leitung von BMW steht, brachte immerhin sechsmal einen ihrer Fahrer auf das Podium. Am knappsten an einem vollen Triumph schrammte Heinz-Harald Frentzen, der in den USA 2003 als letzter Sauber-Fahrer zu einer Siegerehrung durfte, 1996 in Monaco vorbei.

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Übergabe fand im Büro in Pfäffikon statt

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen wurde von unseren Lesern zum Fahrer des Jahres 2005 gewählt
© Mercedes

Saubers Verdienste gehen aber weit über derartige Teilerfolge hinaus, so dass er von 'F1Total.com' im vergangenen Jahr mit einem Ehrenpreis für das Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Mit einigen Monaten Verspätung nahm der 62-Jährige die zugehörige Kristalltrophäe vergangene Woche in seinem neuen Büro in Pfäffikon, wo er sich derzeit in Form der 'Peter Sauber AG' ein neues Betätigungsfeld aufbaut, in Empfang.

Ausschlaggebend für die Entscheidung, den ersten 'F1Total-Award' dieser Art ausgerechnet an Sauber zu übergeben, waren drei Hauptfaktoren: Erstens brachte er nach mehr als 30 Jahren Mercedes in den Motorsport zurück, zweitens half er Talenten wie Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Felipe Massa in die Formel 1 und drittens galt er immer als eine der letzten menschlichen Oasen im manchmal so unterkühlten Fahrerlager.

"Solche Auszeichnungen haben einen hohen Stellenwert für mich", sagte er. "Besonders freut mich, dass das Sauber-Team auch in Deutschland stets viele Sympathien genoss. Das hat sicher damit zu tun, dass wir Talente wie Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld förderten. Zudem ist es uns gelungen, Mercedes nach einer über 30-jährigen Abstinenz in den Motorsport zurückzuholen und nun, zu guter Letzt, haben wir es BMW ermöglicht, mit einem Werksteam in der Formel-1-WM anzutreten."

Sauber in Deutschland weiter sehr populär

Christian Silk
Christian Silk nahm den 'F1Total-Award' für Renault als bestes Team entgegen
© xpb.cc

Auch heute ist Sauber in Deutschland noch überaus populär, schließlich ist er nach wie vor Anteilseigner und Aufsichtsratsmitglied des BMW Sauber F1 Teams, das nunmehr von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen geleitet wird. Dass Sauber jedoch nach wie vor Bestandteil des Teamnamens ist, zeugt davon, welch bedeutsames Vermächtnis der 'F1Total-Award'-Preisträger hinterlassen hat.

Neben dem Ehrenpreis für das Lebenswerk wurden übrigens auch 'F1Total-Awards' in den Kategorien "Bester Fahrer" und "Bestes Team" vergeben, natürlich entsprechend der Ergebnisse unserer Leserwahl 2005. Kimi Räikkönen nahm seine Kristalltrophäe am Rande eines Rennwochenendes höchstpersönlich in Empfang, während die Übergabe an Renault stellvertretend mit Christian Silk, dem Leiter des Testteams der Franzosen, abgewickelt wurde.