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Entwicklung ausgereizt - Reifen entscheiden die WM

29. August 2006 - 08:11 Uhr

Pat Symonds glaubt, dass die Autos kaum noch weiterentwickelt werden können, weshalb seiner Meinung nach die Reifen die WM entscheiden werden

Fernando Alonso vor Michael Schumacher
Das WM-Duell könnte in diesem Jahr durch den Reifenkrieg entschieden werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 14 Renneinsätze haben die Boliden der Formel-1-Generation 2006 schon auf dem Buckel, dazu eine mehrwöchige Testphase im Winter - gerade jetzt, wo Renault und Ferrari jede Zehntelsekunde bitter nötig hätten, scheint aber das Ende der Entwicklungsfahnenstange erreicht zu sein. Die Teams sehen jedenfalls kein großes Verbesserungspotenzial mehr.

Ferrari wartete am vergangenen Wochenende in Istanbul erstmals mit den umstrittenen Radkappen an der Hinterachse auf, die einen geringfügigen aerodynamischen Vorteil bringen, während Renault am meisten im Ausmerzen jener Probleme finden kann, die mit dem Verbot der Schwingungstilger zusammenhängen. Modifikationen, die einfach mal so drei bis fünf Zehntelsekunden bringen, kommen zu dieser Zeit des Jahres aber nicht mehr aus dem Windkanal.

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Renault-Chefingenieur Pat Symonds betonte gegenüber 'ITV' zwar, dass sein Team "viele neue Ideen" habe, die diese Woche in Monza getestet werden sollen - nämlich "reifen- und autoseitig" -, doch gleichzeitig ist ihm klar, dass es sich dabei nur noch um Details handelt. Gerade die könnten aber zum Zünglein an der Waage werden, denn: "Ich erwarte, dass die Entscheidung im letzten Rennen fällt, aber wir werden alles geben", erklärte er.

"Wir hängen von Michelin und Bridgestone ab, denn unterm Strich sind die Autos bereits am maximalen Entwicklungsstand."
Pat Symonds

"Wir hängen von Michelin und Bridgestone ab, denn unterm Strich sind die Autos bereits am maximalen Entwicklungsstand. Im letzten Teil der Weltmeisterschaft findet man keine zwei Zehntelsekunden mehr, aber die Reifen können auf einen Schlag eine halbe Sekunde bringen. Wir haben es schon oft gesagt und alle wissen es: Die Reifen sind der entscheidende Faktor in dieser Weltmeisterschaft", gab der Brite ergänzend zu Protokoll.

Renault testet übrigens - genau wie die meisten anderen Teams - ab heute drei Tage lang auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza. Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella werden dort unter anderem ein neues Aerodynamikpaket für Low-Downforce-Konfigurationen ausprobieren, welches beim Grand Prix von Italien zum Einsatz kommen soll. Dabei handelt es sich jedoch eher um eine streckenspezifische Entwicklung als um eine fortlaufende Modifikation.