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Budapest ein gutes Pflaster für Williams?

01. August 2006 - 18:04 Uhr

Weil Mark Webber auf dem ähnlichen Kurs in Monaco konkurrenzfähig war, hofft das gesamte Williams-Team auf ein starkes Wochenende in Budapest

Mark Webber
Das Williams-Team geht voller Zuversicht in den Grand Prix von Ungarn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem leichten Aufwärtstrend von Hockenheim, wo man dank der Bridgestone-Reifen erstmals wieder an der Spitze mitmischen konnte, hofft das Williams-Team nun auch auf dem Hungaroring bei Budapest auf ein gutes Wochenende. Mark Webber und Nico Rosberg gehen jedenfalls recht optimistisch in den Grand Prix von Ungarn.

"Wir erwarten ein gutes Rennen, denn die Strecke ist ähnlich wie in Monaco, wo wir gut waren", analysierte Rosberg. "Außerdem haben wir in Hockenheim Verbesserungen gezeigt. Diesen Schwung wollen wir beibehalten. Ich mag die Strecke in Ungarn, war dort in der GP2 um eine Sekunde schneller als alle anderen. Es sind hohe Temperaturen zu erwarten, aber wir sind in diesem Jahr schon oft bei Hitze gefahren, daher bin ich daran gewöhnt."

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Webber rechnet nicht mit Überholmanövern

"Unser Auto könnte für die Strecke gut geeignet sein."
Mark Webber

"Budapest", sagte Teamkollege Webber, "ist für gewöhnlich ein schwieriges Rennen für die Teams, weil man trotz des veränderten Streckenlayouts kaum überholen kann. Man ist daher von der Ausfallsrate abhängig sowie von einem guten Qualifying. Unser Auto könnte für die Strecke gut geeignet sein, aber mal schauen, wie es mit den Reifen läuft. In Hockenheim haben wir nicht gepunktet, aber wir lagen in den Top 8, also müssen wir die Zuverlässigkeit verbessern."

"Das Wetter ist in Budapest immer gut und heiß, speziell auf der Strecke, wo es wirklich extrem werden kann, wenn kein Wind weht. Die Runde ist sehr anspruchsvoll, hat viele Kurven und kurze Geraden. Es kommt auf die Fitness an, genau wie auf viel Flüssigkeitszunahme. Ich mag Budapest sehr. Wir haben nicht viele Rennen so nahe bei einer Stadt. Ich genieße es, jeden Abend etwas Zeit in der City zu verbringen und dort die Atmosphäre aufzuschnappen", so der Australier.

Sam Michael, Technischer Direktor von Williams, äußerte sich ebenfalls zum bevorstehenden Wochenende: "Der Hungaroring ist eine sehr technische Strecke, wo es für den Fahrer entscheidend ist, einen guten Rhythmus zu finden, weil eine Kurve nach der anderen folgt. Die Streckenkonfiguration erfordert maximalen Anpressdruck, man muss aber auch die Tendenz zum Untersteuern berücksichtigen", gab der 35-Jährige zu Protokoll.

Wechselnde Bedingungen eine echte Herausforderung

"Der FW28 zeigte in Hockenheim eine Leistungsverbesserung."
Sam Michael

Und weiter: "Die Bedingungen ändern sich am Wochenende mehr als sonst, weil sich im Training Gummiabrieb ansammelt. Dadurch jagen die Ingenieure ständig einem perfekten Setup hinterher, wobei die Balance im Qualifying wegen der fehlenden Überholmöglichkeiten von essentieller Bedeutung ist", sagte Michael. "Der FW28 zeigte in Hockenheim eine Leistungsverbesserung, die wir in Ungarn beibehalten möchten - auf einer Strecke, auf der wir schon viele Erfolge gefeiert haben."

Für Cosworth blickte Renningenieur Chris Jilbert voraus: "Mark und Nico bekommen frische Cosworth-CA2006-Motoren für Ungarn", teilte der Brite mit. "Auch wenn die Strecke für den Motor nicht besonders anspruchsvoll ist, bringt der Hungaroring einige einzigartige Herausforderungen in Sachen Fahrbarkeit für unsere Kalibrierungsingenieure mit sich. Nach der Enttäuschung von Deutschland freuen wir uns auf ein hoffentlich lohnenderes Wochenende."