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Zuversicht bei Honda nach positiver Testwoche

21. Juli 2006 - 20:55 Uhr

Der Grand Prix von Frankreich lief für Honda alles andere als rund, doch bei den Testfahrten im spanischen Jerez konnte man nun gute Fortschritte erzielen

Rubens Barrichello
Die Honda-Piloten konnten in Jerez viele Runden zurücklegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Neben vielen anderen Rennställen war auch das Honda Racing F1 Team in dieser Woche für die letzten Testfahrten vor der Sommerpause der Formel 1 im spanischen Jerez unterwegs. Die dort vorherrschenden heißen Bedingungen kamen dem Team entgegen, denn so konnte man sich optimal auf die nun anstehenden Grands Prix von Deutschland, Ungarn und der Türkei vorbereiten, wo ebenfalls hohe Temperaturen erwartet werden.

Da man sich im Rahmen der Testwoche in Jerez gleich auf drei Rennen vorbereiten musste, standen für Fahrer und Team viele Arbeiten an. So konzentrierte man sich bei Honda auf die jüngsten Entwicklungen im Aerodynamik- und Chassisbereich, darüber hinaus standen umfangreiche Reifenevaluierungen mit Michelin ebenso auf dem Programm wie das Testen der neuesten Motorausbaustufe.

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Reifentests und Entwicklungsarbeit auf vielen Gebieten

Am Mittwoch nahmen zunächst Jenson Button und Testfahrer Anthony Davidson die Arbeiten auf. Während sich Button dabei Motor und Aerodynamik zuwandte und überdies Aufhängungsteile evaluierte, probierte Davidson einige neue Teile aus dem Bereich des Chassis und konzentrierte sich außerdem auf Reifentests für den Grand Prix von Deutschland. Am Ende des Tages sprangen nach 92 beziehungsweise 107 Runden die Plätze vier und drei dabei heraus.

Am zweiten Testtag übernahm dann Button die Arbeiten an den Reifen von Davidson, bevor er am Nachmittag ein Aerodynamikprogramm komplettierte. Am Ende des Tages belegte der Brite nach 102 Runden Rang zwei, Rubens Barrichello hingegen, der das zweite Auto übernahm und sich durch Tests elektronischer Systeme und einige Qualifying-Simulationen sowie weitere Reifentestarbeit für den Hockenheimring arbeitete, komplettierte 76 Runden und war am Ende noch vor seinem Teamkollegen Tagesschnellster.

Heute am letzten Testtag kehrte Davidson ins Auto zurück, zusammen mit Barrichello widmete er sich einem umfassenden Reifentestprogramm für die Grands Prix von Ungarn und der Türkei. Überdies trieben beide Evaluationen aerodynamischer Komponenten und Kontrollsystemen von den Vortagen voran. Dabei konnten beide Fahrer erneut viele Runden zurücklegen, Davidson lag nach 111 Umläufen auf Rang sieben, Barrichello wurde nach 104 Runden Dritter.

Zuversicht bei den Piloten

"Der Test diese Woche war gut", meinte der Brasilianer anschließend. "Wir haben Verbesserungen erzielt und eine ganze Menge gelernt, vor allem über aerodynamische Teile, die wir am vergangenen Wochenende schon in Frankreich dabei hatten. Und auch, wie wir das Setup des Autos verbessern können, um diese zu optimieren. Wir haben außerdem an einigen elektronischen Bauteilen gearbeitet, die nach einer Verbesserung aussehen. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir einen Schritt vorwärts gemacht haben, und werde nun gespannt auf das nächste Wochenende blicken, wie wir uns im Vergleich zur Konkurrenz schlagen werden", gab Barrichello zu Protokoll.

Auch Button war nach dem Abschluss der Testfahrten zufrieden: "Das Testen in Jerez in dieser Woche lief gut. Wir haben uns auf die Reifen für Hockenheim und Budapest konzentriert und außerdem einige neue Teile ausprobiert, die ermutigende Ergebnisse brachten. Alles in allem war es ein guter Test, auch wenn es wie immer schwierig abzuschätzen ist, wie konkurrenzfähig wir im Vergleich zu den anderen Teams sind. Wir müssen einfach abwarten und sehen, wie wir in den nächsten Rennen aussehen werden", erklärte der Brite.

Testfahrer Davidson hingegen haderte an seinem ersten Testtag mit den Bedingungen: "Die Bedingungen auf der Strecke waren am Mittwoch nicht besonders gut, es war sehr windig, was direkte Vergleiche erschwerte. Dennoch bekamen wir gute Informationen bezüglich der Reifen für Hockenheim. Wenn man die Bedingungen in Betracht zieht, war die Balance des Autos recht gut, und auch unsere Pace im Vergleich mit der Konkurrenz war ermutigend", war er dennoch zufrieden.

Ganzes Team leistete in Jerez gute Arbeit

"Heute haben wir eine Menge Kilometer zurückgelegt, insgesamt 111 Runden, und wir erzielten erneut positive Resultate", fuhr er fort. "Wir sammelten einige wichtige Daten bezüglich der Reifen für die Türkei, außerdem komplettierten wir wertvolle Arbeiten an Entwicklungen der Aerodynamik und der Elektronik. Wir haben bei der Fahrbarkeit definitiv einen Schritt nach vorne gemacht, daher war dies für uns ein gutes Ende des Tests", schloss Davidson seine Erläuterungen.

Chefingenieur Mark Ellis ergänzte: "Das Testen unter derart drückenden Temperaturen ist immer schwierig, und ich möchte dem ganzen Team danken, das sehr hart gearbeitet hat, damit wir in dieser Woche unser intensives Programm neuer Entwicklungen komplettieren konnten", erklärte er. "Die Ergebnisse unserer Tests bezüglich Aerodynamik, Mechanik und elektronischer Systeme waren sehr positiv, und auch unsere Pace war auf dieser Strecke erneut konkurrenzfähig. Wir hatten keine größeren Probleme mit der Zuverlässigkeit, was ebenfalls ermutigend ist. Wir haben zusammen mit Michelin hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass ihre Produkte für die nächsten Rennen konkurrenzfähig sind", berichtete Ellis abschließend.