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Winkelhock schnellster MF1-Racing-Fahrer

28. Juli 2006 - 17:22 Uhr

Markus Winkelhock ließ am Freitag in Hockenheim die beiden Stammfahrer hinter sich - Motorschaden bei Albers als negatives Highlight des Tages

Markus Winkelhock
Markus Winkelhock lieferte heute eine fast fehlerfreie Trainingsvorstellung ab
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - MF1 Racing konnte heute in Hockenheim keine Bäume ausreißen: Markus Winkelhock (+ 1,737/20 Runden) landete im zweiten Freien Training als bester Vertreter des Teams auf Platz 14, während Christijan Albers (+ 2,418/11 Runden) nach Motorschaden am Vormittag 22. wurde und Tiago Monteiro (+ 2,766/11 Runden) 23.

"Für mich war es ein guter Tag", bilanzierte Winkelhock. "Wir verloren zu Beginn der zweiten Session ein bisschen Zeit, weil das schlechte Wetter nicht zu unserem geplanten Programm passte, aber unterm Strich konnte ich doch zwei Runs mit neuen Reifen fahren, daher war es nicht so schlecht. Mit dem ersten Satz unterlief mir ein Fehler, denn ich verschaltete mich gleich zweimal in einer Runde und verlor viel Zeit, aber mit dem zweiten Satz lief alles glatt, so dass ich eine gute Runde fahren konnte."

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Winkelhock sogar schneller als Alonso

"Immer, wenn man vor Alonso steht, ist das schon okay."
Markus Winkelhock

"Großartig, dass ich eine gute Zeit hinbekam - immer, wenn man vor Alonso steht, ist das schon okay! Andererseits weiß man natürlich nie, auf welchen Programmen die anderen Teams unterwegs waren", fügte der Deutsche an. "Das Wichtigste war sowieso, dass ich dem Team bei der Reifenwahl für das Qualifying und das Rennen helfen konnte, daher freue ich mich über meine heutige Leistung."

Von einem "enttäuschenden" Tag sprach Monteiro: "Wir kamen weniger zum Fahren als gehofft - nicht nur durch den Regen, sondern in der zweiten Session auch durch Probleme. Positiv ist, dass wir nur ein Problem haben, nämlich ein untersteuerndes Auto. Außerdem sind die Zeiten nicht schlecht, denn wir verwendeten nur einen Reifensatz. Natürlich hätte ich gerne mehr ausprobiert, aber so ist es nun mal. Hoffentlich bekommen wir die Balance rechtzeitig vor dem Qualifying in den Griff", so der Portugiese.

Auch Albers empfand den Tag als "schlecht, wenn ich ehrlich sein soll. Mein Motor ging am Morgen hoch, wodurch mein Fahren eingeschränkt war. Außerdem muss ich in der Startaufstellung nach hinten. Am Nachmittag wurde die Session dann durch Regen verkürzt - und als ich dann rausfuhr, wurde ich im Verkehr aufgehalten. Morgen ist aber ein neuer Tag. Es sind viele Fans hier, die mich unterstützen, und denen möchte ich eine gute Leistung zeigen", sagte der Niederländer.

Herbert und Key mit Auftakt recht zufrieden

"Ich denke, es war ein guter Tag."
Johnny Herbert

Sporting Relations Manager Johnny Herbert sprach wegen des Regens gar von einem "furchtbaren" Nachmittagstraining, lobte aber die Performance aller drei Fahrer: "Wenn ich ihnen so zuhöre, dann haben wir eine gute Idee, was wir für morgen ändern müssen, also denke ich, dass es ein guter Tag war", erklärte der Brite. Und: "Markus hat einen guten Job gemacht und das Reifenprogramm abgespult. In limitierter Zeit lieferte er uns gutes Feedback."

Technikchef James Key fasste zusammen: "Wir hatten einen produktiven Morgen, würde ich sagen. Markus machte einen guten Job mit dem Auto, speziell angesichts der Tatsache, dass er lange nicht mehr damit gefahren ist. Er kam aber rasch zurecht und steigerte sich laufend", so der Brite. "Das zweite Training wurde durch das Wetter verkompliziert, wodurch wir nur die halbe Zeit hatten, um unser Programm durchzuarbeiten. Außerdem hatte Christijan einen Motorschaden, was bitter ist."

Und weiter: "Trotz allem probierten wir einige neue Teile am Auto aus und lernten ziemlich viel über sie, so dass wir sie auch morgen einsetzen möchten", erklärte Key weiter. "Was die Reifen angeht, haben wir ebenfalls eine gute Idee - nicht zuletzt dank Markus' Feedback. Ein weiterer positiver Bereich sind die aerodynamischen Updates, die wir vergangene Woche am T-Car getestet haben. Sie scheinen zu funktionieren, so dass wir sie auch im Rennen verwenden werden."