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Webbers Zukunft liegt nicht nur in seiner Hand

06. Juli 2006 - 16:58 Uhr

Das Williams-Team kann bis Ende Juli eine Option ziehen, der Australier beschäftigt sich aber schon intensiv mit anderen Lösungen

Mark Webber
Mark Webber muss noch bis Ende Juli warten, ehe seine Zukunft klarer wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Teamführung bei Williams gibt sich momentan sehr zugeknöpft, wenn es um die Besetzung der Cockpits für 2007 oder den künftigen Motorenpartner geht. Klar ist nur, dass Frank Williams eine Option auf die Dienste von Mark Webber hat, die er bis Ende Juli einlösen muss. Verstreicht diese Frist, wäre der Australier für einen Wechsel frei.

Hier setzen Gerüchte an, die durch den Manager von Webber begründet sind: Flavio Briatore. Nach dem Abgang von Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes war einer der ersten Namen, die als mögliche Nachfolger ins Spiel gebracht wurden, der von Mark Webber. Doch gegenüber 'ITV' ließ sich der 29-Jährige keine Details entlocken.

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Webber bangt um sein Ansehen

Er wäre verrückt, ein Angebot von Renault auszuschlagen. "Sie sind derzeit zusammen mit Ferrari das stärkste Formel-1-Team", so Webber. "Aber Frank (Williams; Anm. d. Red.) hat eine Option auf mich. Es liegt also an ihm, ob er möchte, dass ich auch im nächsten Jahr fahre. Wenn er nicht möchte, dann müssen wir darauf schauen, was für mich in Zukunft am besten ist."

Gleichzeitig macht er sich Gedanken um seine Reputation als Rennfahrer, denn vor allem an den vergangenen Wochenenden gingen die Williams-Piloten in den Rennen immer wieder unter. "Es ist ein unbeständiger Sport, und auch wenn meine Leistung in Monaco dafür gesorgt hat, dass einige Leute wieder Notiz von mir nahmen, so ist es auch klar, dass Nico und ich seither nicht mehr das Auto hatten, um eine solche Leistung zu wiederholen."

Noch verfällt Webber nicht in Panik was seine Formel-1-Zukunft angeht. "Wir sehen nichts als gegeben an", erklärte er. "Wir werden Entscheidungen fällen, wenn wir müssen. Bis dahin bleiben wir ruhig." Sollte er nach Ablauf der Option freie Hand für seine Zukunft haben, so muss er zwischen Erfolg und Loyalität abwägen. Immerhin wollte er für Frank Williams fahren - und will das im Grunde noch immer.

Mit offenen Augen durch den Fahrermarkt

"Ich denke, ich bin ein sehr loyaler Mensch und ich versuche, das auch in den Rennsport zu übertragen", so Webber. "Aber das ist manchmal nicht möglich. Ich möchte erfolgreich sein, das Gewinnen ist also für mich und mein nahes Umfeld wichtig. Genau deswegen muss man in diesem Geschäft die Augen offen haben."

Bei Williams wollte er Erfolge feiern, bisher aber überwiegt der Frust. Dennoch möchte er seinem momentanen Team nicht kalt den Rücken kehren. "Ich hoffe, dass die Änderungen für die nächsten Veranstaltungen auch unsere Leistung positiv beeinflussen und dass ich die Saison so stark abschließen kann wie im Vorjahr."

Die Frage, ob er sich gegen oder für einen Williams-Verbleib entscheiden würde, konnte oder wollte Webber nicht beantworten. Nach den Rennen in Nordamerika sei die Moral im Team nicht sonderlich gut. "Es ist hart im Moment", so der Australier. "Aber auch ich bin nur ein Teammitglied. Wir sitzen im selben Boot und werden diesen Sturm überstehen. Aber es ist schwer zu sagen, ob auch meine Zukunft dort liegt."