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Webber verbreitet wenig Hoffnung

07. Juli 2006 - 13:20 Uhr

Für den Frankreich-Grand-Prix wird es wieder eine neue Aerodynamik geben, doch dem Australier geben die Leistungsschwankungen zu denken

Mark Webber
Mark Webbers Optimismus vom Saisonbeginn ist verflogen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist ein Bild, das sich schon in den Vorjahren zeigte: Williams fehlt momentan die Konstanz. Nach herausragenden Rennen, wie in diesem Jahr in Monaco, folgen Grands Prix, die schlechter kaum laufen könnten. Dazu gehörte auch Indianapolis, wo Nico Rosberg von Vitantonio Liuzzi im Toro Rosso überholt wurde.

Ein Blick von Mark Webber in die Zukunft fällt dabei wenig optimistisch aus. "Für Magny-Cours haben wir ein völlig neues Aerodynamikpaket", erklärte er gegenüber 'ITV'. "Es wird darauf ankommen, was auf der Stoppuhr steht. Wir alle waren aber schon einmal in der Lage, nicht nur hier bei Williams, dass wir uns von neuen Entwicklungen viel erwarteten."

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Doch auf Strecken, die viel Abtrieb verlangen, war Williams in der gesamten Saison nicht sonderlich stark. "Wir sind im Moment so weit unten, dass wir schon einen großen Sprung machen müssen, um unseren Erwartungen gerecht zu werden", erklärte der Australier. In gewisser Weise lassen sich Parallelen zu den Vorjahren ziehen. Auch da gab es starke Leistungsschwankungen.

"In Monte Carlo waren wir stark, aber es ist wie überall im Sport: Konstanz ist der Schlüssel", erklärte er. Es genüge nicht, nur auf einigen Strecken stark zu sein. Renault und Ferrari hätten vorgemacht, dass man überall schnell sein kann. "Zu Beginn der Saison waren wir gar nicht so schlecht." Der Motorenvorteil ist jedoch dahin und "gerade die drei vergangenen Rennen waren von der Pace her besonders schlecht".

"Die Veränderungen in der Formkurve des Teams sind einfach zu extrem", fuhr Webber fort. "So wurden wir zum Beispiel im vergangenen Rennen von einem Toro Rosso überholt, in Monaco aber hätten wir sie mehrfach überrunden können. Es ist schwer zu verstehen, warum das so ist." Doch ohne dieses Verständnis sind Verbesserungen kaum in Sicht.

So verbleibt vorerst nur die Hoffnung, nicht nur für die unmittelbar bevorstehenden Rennen, sondern auch für die kommenden Jahre, auch wenn Webber nicht weiß, wo er 2007 fahren wird. Zieht Williams die Option bis Ende Juli, so könnte er im nächsten Jahr mit Toyota-Motoren fahren. Das allein wird aber nur marginal etwas ändern.

"Von der Leistung her würde sich kurzfristig keine große Veränderung ergeben", erklärte er. Marketingtechnisch sei dieser Schachzug aber nachvollziehbar. "Was die Sponsoren und das Interesse der Öffentlichkeit angeht, so ist man über einen Cosworth-Motor sicher nicht gerade begeistert. Ein Autohersteller aber ist eine Marke, mit der sich die Leute identifizieren können."