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Villeneuve: "Ich kann mich an alles anpassen"

14. Juli 2006 - 09:44 Uhr

Der BMW Sauber F1 Team Pilot findet Montoyas Wechsel in die NASCAR gut und kann sich selbst eine Rückkehr in die USA gut vorstellen

Jacques Villeneuve
Jacques Villeneuve kann sich ebenfalls ein NASCAR-Engagement vorstellen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der überraschende Wechsel von Juan-Pablo Montoya in die amerikanische NASCAR war eines der Hauptgesprächsthemen am Donnerstag im Fahrerlager von Magny-Cours. Einer, der den Wechsel des Kolumbianers nachvollziehen kann und auch begrüßt, ist Jacques Villeneuve, der vor seiner Formel-1-Zeit ebenfalls in den USA IndyCar-Rennen fuhr und das sehr erfolgreich.

"NASCAR hat schon immer sehr aufregend ausgesehen was die Rennen angeht. Es ist etwas, das ich mir definitiv anschaue, wenn es für mich keine Formel 1 mehr gibt", so der Kanadier, der derzeit noch kein Cockpit für das kommende Jahr hat. "Es ist schön, dass Juan-Pablo den Wechsel aus eigenem Antrieb heraus macht und nicht, weil er kein Cockpit bekommt."

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Deshalb ist der 35-Jährige aber auch "überrascht" über den Wechsel, ist dieser doch früh in der Saison gekommen - Montoya wird bereits in Magny-Cours durch Testfahrer Pedro de la Rosa ersetzt. "Es wäre ja noch Zeit gewesen, mit den Teams in der Formel 1 zu sprechen. Das ist mutig und großartig. Ich war sehr glücklich, als ich davon gehört habe."

Dass in den Staaten in der Saison mal eben mehr als 35 Rennen gefahren werden, doppelt so viele wie in der Formel 1, wäre auch für Villeneuve kein Argument gegen einen Wechsel: "Man muss sich doch nur einmal eine Formel-1-Saison anschauen. Wenn man die Rennen plus die Tests nimmt - wie viele Wochenenden sind das dann? Das sind wohl mehr. Wir fahren in der Formel 1 schlussendlich mehr. Ich wäre glücklich, wenn wir 30 Rennen und keine Tests haben würden."

Die Formel 1 und NASCAR, das sind zwei verschiedene Welten. In der Formel 1 geht es mit Formel-Autos um Kurse mit langsamen und schnellen Kurven, in den USA wird mit Stockcars im Oval gefahren. Einen solchen "Kulturschock" würde sich Villeneuve auf jeden Fall zutrauen: "Ich bin in der ganzen Welt gefahren, ich kann mich an alles anpassen. Ich fuhr schon zuvor in Ovalen, ich denke also nicht, dass dies ein Problem darstellen würde. Zudem bin ich sowieso ein Nordamerikaner..."