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Toro Rosso: Tapferes Rennen von Speed

16. Juli 2006 - 17:40 Uhr

Trotz starker Rückenschmerzen stieg der US-Amerikaner in seinen Boliden und fuhr prompt sein bestes Rennen der Saison

Scott Speed
Scott Speed biss sich tapfer mit Schmerzen durch das Rennen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Scott Speed beteiligte sich vor dem Rennen nicht einmal an der Fahrerparade, da er unter heftigen Rückenschmerzen litt. Dennoch setzte sich der US-Amerikaner in seinen Toro Rosso STR-01 und nahm dem Frankreich-Grand-Prix in Angriff. Seinem Nachnamen machte er dabei alle Ehre, hielt prächtig im Mittelfeld mit und wurde Zehnter. Vitantonio Liuzzi fuhr, wenn er freie Fahrt hatte, äußerst gute Rundenzeiten. Da er aber von ganz hinten starten musste, hatte er keine Chance auf ein gutes Ergebnis, er musste mit Rang 13 vorlieb nehmen.

"Das war das härteste Rennen, das ich jemals gefahren bin", gestand Speed nach dem Rennen, "denn ich hatte das gesamte Rennen über Schmerzen. In der ersten Runde hatte ich einen schönen Zweikampf mit Rubens (Barrichello). Das war cool, ein schöner Kampf. Nach dem ersten Stopp hatte ich so starke Schmerzen, dass es schwer war, mich zu konzentrieren."

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Irgendwann musste er dann etwas zurückstrecken. "Ich kam daher sogar von der Strecke ab, denn ich konnte mich nicht mehr gleichzeitig auf das Fahren, Bremsen, Einstellen der Traktionskontrolle und die Schmerzen konzentrieren", erklärte er. "Aber unser Tempo war gut, das Auto hat gut funktioniert, wir haben da einen guten Job gemacht."

Liuzzi hatte ein weniger aufregendes Rennen. "Es war natürlich nicht die beste Art und Weise, das Rennen von ganz hinten zu starten", so der Italiener, der mit einem neuen Motor im Heck seines Autos an den Start rollte. "Auf dieser Strecke gibt es einfach nicht viele Chancen zum Überholen. Ich denke nicht, dass uns ein V10 hier geholfen hat. Aber das Auto und auch die Reifen funktionierten gut."

"Beide Fahrer hatten einen schwierigen Tag", so Teamchef Franz Tost. "Über Nacht bekam Scott starke Rückenschmerzen und konnte nur schwer atmen. Das war eine Folge seines Unfalls vom Freitag. Er suchte einen Arzt auf, wurde geröntgt und unser Physiotherapeut kümmerte sich um ihn. Er entschied, das Rennen zu starten, und er fuhr sein bestes Rennen der Saison. Tonio musste von hinten starten und hat unter diesen Umständen das Bestmögliche erreicht. Wir hoffen, dass wir in Hockenheim ein besseres Wochenende erleben werden."