Aktuelle Bildergalerien
Die aktuelle Umfrage

Medaillen statt WM-Punkte: Sind Sie für oder gegen den Vorschlag von Bernie Ecclestone, den Fahrer mit den meisten Siegen zum Weltmeister zu küren?

Ich bin dafür
Ich bin dagegen
Keine Meinung
ANZEIGEGrand Prix Travel Team

Tickets und Reisen zur F1 und DTM

Ob Reisen oder Tickets zur Formel 1 oder DTM - bei unserem Partner Grand Prix Travel Team finden Sie aktuelle Angebote rund um Reisen mit der gewissen Extra-Portion PS. Telefon-Hotline: 0700-399 899 00
Zum Tickets- und Reisen-Shop - hier klicken!
Jobs bei Motorsport-Total.com

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir

Motorsport-Redakteure

Haben Sie Interesse, zusammen mit einem sympathischen und "Motorsport-verrückten" Team zusammenzuarbeiten? Dann bewerben Sie sich hier!
Mobiles Portal

Motorsport gibt es auch mobil!

Im mobilen Portal von Motorsport-Total.com finden Sie kostenlos (zzgl. Nutzungsgebühr für mobiles Internet Ihres Providers) aktuelle News, Bildergalerien, Ergebnisse und Hintergrundinformationen zur Formel 1, DTM und zum Motorrad-Sport.
Kostenlos: Link zum Portal per SMS
Im Handy-Simulator anschauen
ANZEIGEFanartikel
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > Exklusiv

Surer: "Man kann niemandem einen Vorwurf machen"

03. Juli 2006 - 02:15 Uhr

'F1Total.com'-Experte Marc Surer analysiert die Startkollision von Indianapolis und spricht über die Situation zwischen Renault und Ferrari

Marc Surer
Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer stuft die Startkollision als normalen Rennunfall ein
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für die meisten Fahrerkollegen war nach der Startkollision gestern in Indianapolis klar: Juan-Pablo Montoya war wieder einmal der Sündenbock, der die Kettenreaktion in der zweiten Kurve ausgelöst hat. 'F1Total.com'-Experte Marc Surer nimmt den McLaren-Mercedes-Piloten jedoch in Schutz und stuft die Situation als Rennunfall ein.

"Ich würde niemandem die Schuld geben", analysierte der Ex-Formel-1-Pilot, der zwischen 1979 und 1986 81 Grands Prix bestritten hat und heute unter anderem alle Rennen für unseren Kollegen vom deutschen Pay-TV-Sender 'Premiere' kommentiert. "Montoya ist zwar dem Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) aufgefahren, was der Auslöser der zweiten Kollision war, aber die waren ja alle eingeklemmt. Man kann niemandem einen Vorwurf machen."

Heidfelds Start wäre sonst toll aufgegangen

"Das Gefährliche beim Überschlagen ist immer, dass man sich den Arm bricht."
Marc Surer

"Nick (Heidfeld; Anm. d. Red.) wollte außen rum an diesem ganzen Paket vorbeifahren, hatte eine super Linie, aber leider sind die kollidiert und nach außen gedrängt worden. Er ist dann Jenson Button über das Vorderrad gefahren und hat sich dadurch überschlagen. Glücklicherweise ist ihm nichts passiert, denn das Gefährliche beim Überschlagen ist immer, dass man sich den Arm bricht, wenn er aus dem Cockpit rauskommt", fuhr Surer fort.

Und weiter: "Wir hatten schon lange keinen so großen Startcrash mehr", gab der Schweizer zu Protokoll. "Es war wie immer eine Kettenreaktion. Zum Glück sind alle Fahrer heil geblieben, aber natürlich haben gleich mal sieben Autos gefehlt, was auf dieser großen Strecke für die Zuschauer schon ein bisschen dramatisch ist. Irgendwie gehört es aber zur Formel 1, dass auch so etwas wieder mal passiert."

Auch den Kampf an der Spitze, der gestern ja eigentlich kein Kampf, sondern ein Solo für Michael Schumacher war, nahm er genau unter die Lupe - und machte wie viele seiner Expertenkollegen den Reifenkrieg als entscheiden Faktor für die plötzliche Trendwende aus. Ein Jahr nach dem Skandalrennen von 2005, als nur sechs Bridgestone-Autos in den Grand Prix der USA gingen, dürfte Michelin die Vorauswahl etwas zu konservativ ausgelegt haben.

Bridgestone nur in den USA so stark?

"Diesmal hatte Bridgestone die besseren Reifen."
Marc Surer

Für Surer steht dies außer Frage: "Das Geheimnis sind die Reifen. Diesmal hatte Bridgestone die besseren Reifen - was auch nicht verwunderlich ist, denn Michelin ging nach dem Debakel von 2005 auf Nummer sicher und brachte einen relativ harten Reifen mit. Von dem her spürte man schon im Training, dass Ferrari hier einen Reifenvorteil hat", sagte der 54-Jährige. Aber: "In Magny-Cours wird es sicherlich wieder ausgeglichen."

Dass Ferrari ausgerechnet beim Heim-Grand-Prix von Renault und Michelin noch einmal so zuschlagen kann wie am vergangenen Wochenende, glaubt der 'F1Total.com'-Experte nämlich nicht: "Natürlich gibt dieser Sieg Ferrari und Bridgestone Aufwind, aber wir gehen jetzt nach Frankreich, wo es französische Luft für die Renault-Motoren und französischen Asphalt für die Michelin-Reifen gibt. Es wird schwer, Renault dort zu schlagen."