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Stuck sieht noch keine Wende im Kampf um den Titel

31. Juli 2006 - 11:25 Uhr

Ex-Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck analysiert das Kräfteverhältnis der Formel 1 nach dem Großen Preis von Deutschland

Hans-Joachim Stuck
Hans-Joachim Stuck sieht die Wende durch Ferrari noch nicht herbeigeführt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Drei Rennen hat Michael Schumacher nun in Folge für sich entscheiden können, Renault zeigte zudem in den Rennen immer schwächere Vorstellungen. Dennoch hat Hans-Joachim Stuck die Franzosen und Fernando Alonso immer noch auf der Rechnung. "Wir haben keine Wende im Kampf um die WM gesehen", so der Deutsche in seiner 'Eurosport'-Kolumne. "Obwohl die Scuderia eine super Leistung hingelegt hat, sollte man nicht vergessen, dass es noch immer elf Punkte Rückstand zu Fernando Alonso sind."

Der Deutsche ist der Meinung, dass das Weltmeister-Team unter dem Verbot der Schwingungstilger leidet: "Wer Insider ist, weiß, dass Alonso ein Auto benötigt, das genau seinem Fahrstil entspricht. Dieses Auto hatte er beim Rennen auf dem Hockenheim nicht. Das war auch der Grund, warum ihm Fisichella davon gefahren ist." Lediglich eine gute Boxenstopp-Strategie habe die Reihenfolge schlussendlich wieder umgedreht.

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Eine "meisterhafte Leistung" hat in den Augen des 55-Jährigen Kimi Räikkönen abgeliefert, auch wenn sich dieser die Pole Position mit wenig Sprit an Bord erkauft hatte: "Wie ich erfahren habe, musste er zu Mitte des Rennens sogar ohne Servolenkung fahren, denn er hatte Hydraulik-Probleme."

In Schutz nimmt Stuck Nico Rosberg, der im Rennen schon in der ersten Runde abflog: "Ich würde ihm aber keine Schuld geben, denn noch immer gilt das Motto: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Er hat alles probiert, damit muss man leben. Wer nie abfliegt, war auch nie richtig schnell."

Schon am kommenden Wochenende geht es mit dem Großen Preis von Ungarn weiter und der Deutsche rechnet damit, dass Ferrari erneut vorne mitfährt: "Man hat gesehen, dass alle Bridgestone-Teams zur Zeit sehr gut bedient sind. Die Strecke in Ungarn verlangt auf Grund der Kurven sehr viel mechanischen Grip, deshalb dürfte es keinen Grund geben, warum Ferrari nicht gut sein sollte."