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Stewart: McLaren sollte bei den Fahrern etwas riskieren

25. Juli 2006 - 15:32 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart empfiehlt dem McLaren-Mercedes-Team, noch in dieser Saison entweder Hamilton oder Paffett auszuprobieren

Jackie Stewart
An Ron Dennis' stelle würde Jackie Stewart einen Youngster ausprobieren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jackie Stewart gibt zu, dass es ein Risiko wäre, entweder Gary Paffett oder Lewis Hamilton in diesem Jahr noch Rennen fahren zu lassen, der Schotte ist jedoch der Meinung, dass McLaren-Mercedes dieses Risiko eingehen sollte. Nach der plötzlichen Trennung von Juan-Pablo Montoya besitzt Testfahrer Pedro de la Rosa bekanntlich keine Zusage, die komplette Saison zu Ende fahren zu dürfen.

Teamchef Ron Dennis könnte somit einen seiner beiden jungen Schützlinge - GP2-Fahrer Lewis Hamilton oder Ex-DTM-Champion Gary Paffett - hinter das Steuer lassen, um eine bessere Bewertungsbasis im Hinblick auf das kommende Jahr zu haben: "Ich würde mich für einen neuen Kerl entscheiden, entweder den einen oder den anderen", wird Stewart von 'ITV-F1' zitiert.

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"Das Problem ist jedoch, dass wenn du Mercedes-Benz, BMW, Honda oder Toyota bist, du nicht das gleiche Risiko eingehen kannst wie dies ein Ken Tyrrell vielleicht getan hätte, denn damals gab es den Druck der Unternehmen noch nicht", so der dreimalige Formel-1-Weltmeister weiter. "Wenn du die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen möchtest, dann brauchst du immer zwei Autos, die regelmäßig ins Ziel kommen. Es ist aus diesem Grund ein großes Glücksspiel."

Der 67-Jährige glaubt jedoch, dass Dennis gar keine andere Wahl hat, denn Kimi Räikkönen dürfte das Team verlassen, Fernando Alonso hat man bereits unter Vertrag und Michael Schumacher wird bei Ferrari bleiben, wenn er denn weitermacht: "Wen haben wir denn sonst noch im Feld? Meiner Meinung nach wäre es für Ron Dennis am besten, eine interne Lösung zu finden. Da er in Lewis Hamilton so viel investiert hat, erscheint er mir die logischste Wahl zu sein."

Sollte Gary Paffett in der Lage sein, regelmäßig schneller zu fahren, sollte man jedoch ihm den Vorzug geben: "Ich sehe sonst niemandem am Horizont der Formel 1, den ich in den kommenden zwei oder drei Jahren als Superstar sehe oder der schon dort angekommen ist. Denn meiner Meinung nach werden weder Pedro de la Rosa - der ein sehr netter Fahrer ist - und Alexander Wurz - der in dem, was er tut, sehr gut ist - eine Weltmeisterschaft gewinnen."