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Sorgt ein "Engine Fund" für die erhofften Unterschriften?
Ein "Engine Fund" soll den unabhängigen Teams das neue Motorenreglement in der letzten Minute doch noch schmackhaft machen
(Motorsport-Total.com) - Noch bis Sonntag um Mitternacht können die Teams das neue Motorenreglement unterzeichnen, das vorsieht, dass die Motoren nicht komplett auf dem Stand von dieser Saison eingefroren werden, sondern dass zum einen die Entwicklungsarbeit für das kommende Jahr berücksichtigt wird, zum anderen auch in der Zeit von 2008 bis 2010 kleinere Entwicklungsschritte in bestimmten Bereichen des Motors vorgenommen werden dürfen.
Die unabhängigen Teams sträubten sich bisher, das Abkommen zu unterzeichnen, da sie befürchten, dass durch die Aufweichung der "Einfrierung" der Motorenentwicklung sie als Kunden die Entwicklungsarbeit der Motorenschmieden mittragen müssen. Sie forderten aus diesem Grund eine Preisgarantie für Kundenmotoren.
Nun ist ein neuer Vorschlag auf den Tisch gekommen, um das Abkommen doch noch durchzubringen. Informationen von 'autosport.com' zufolge soll es einen rund 70 Millionen Euro schweren "Engine Fund" geben. Die Idee stammt - wie so oft - von FIA-Präsident Max Mosley. Der Brite schrieb seine Idee an Burkhard Göschel, den Chef der 'Grand Prix Manufacturers' Association'.
In einem weiteren Brief hat Mosley an diesem Wochenende klar gestellt, dass ein solcher "Engine Fund" die einzige Lösung ist, um das Abkommen an diesem Wochenende noch unterschreiben zu können. BMW, Honda, Mercedes-Benz, Renault und Toyota müssten die Summe gemeinsam aufbringen, die dann binnen fünf Jahren ausgeschüttet wird.
Die FIA würde eine Ausschreibung durchführen, wer den Zuschlag als Kundenmotoren-Ausrüster erhält - die Hersteller selbst dürfen sich nicht bewerben, aber Firmen wie zum Beispiel Cosworth - würde dann das Geld aus dem "Engine Fund" zuzüglich einer Kostenbeteiligung des Kundenteams erhalten. Die unabhängigen Teams sollen diesen Vorschlag bereits begrüßt haben.
Experten schätzen, dass eine ausbleibende Unterschrift die Hersteller rund 1,2 Milliarden Euro an zusätzlichen Entwicklungskosten kosten würde. Schon 2003 hatten die Hersteller den unabhängigen Teams billige Kundenmotoren versprochen - im Gegenzug stimmten die "kleinen Teams" zu, dass die Traktionskontrolle in der Formel 1 weiterhin verwendet werden darf. Die Hersteller kamen ihrem Versprechen jedoch nie nach.










