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Renault und der Testmarathon
Nach den Tests in Jerez hat Renault in dieser Saison bereits deutlich mehr Testkilometer abgespult als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr
(Motorsport-Total.com) - Es war eine harte Woche für die Testmannschaft von Renault im spanischen Jerez. Doch als die Spezialisten am Freitag ihre Koffer packten, hatten sie allen Grund zur Freude: Seit dem Saisonbeginn im Januar haben die fleißigen Kräfte abseits der Grand-Prix-Wochenenden nicht weniger als 38.314 Kilometer abgespult - 2.602 Kilometer mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Alleine Versuchspilot und Reservefahrer Heikki Kovalainen saß für 17.665 Kilometer hinter dem Hightech-Steuer eines Renault R26 - ein klares Indiz für den enormen Beitrag, den der junge Finne für den Erfolg des Renault-Teams beisteuert.

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So legten die Entwickler zum Beispiel in der vergangenen Woche 2.638 Kilometer zurück, im Durchschnitt also 440 Kilometer pro Tag und Testfahrzeug. Dies entspricht jeweils der Distanz von 1,5 Grand-Prix-Längen. Von den 36 Testtagen, die jedem Team pro Saison zur freien Verfügung stehen, nahm Renault 2006 erst 27 in Anspruch.
"Oftmals fällt die Vorentscheidung über den Grand-Prix-Ausgang bereits, wenn die Fernsehkameras noch gar nicht aufgebaut sind", bestätigt auch Fernando Alonso, der amtierende Weltmeister in Renault Diensten. "Die enorme Leistung, die das Renault-Testteam hinter den Kulissen bringt, wird bei weitem nicht ausreichend genug gewürdigt!"
In den kommenden Wochen jedoch dürfen die fleißigen Hände im Hintergrund einen Gang zurück schalten, denn in der Formel 1 existiert seit einigen Jahren ein Art Sommerpause - ein für alle Rennställe gültiges Testverbot, um auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie ihren ebenfalls betroffenen Familien eine gemeinsame Urlaubszeit zu ermöglichen.
Auch wenn in Hockenheim ein neues Aerodynamik-Paket sein Debüt feiern wird: Vollständig ruhen kann die Entwicklung des Renault R26 bis Ende August nicht - immerhin stehen in der Zwischenzeit die Großen Preise von Ungarn und der Türkei auf dem Programm. Neben so genannten "Shake downs" - reinen Funktionstest - läuft die Arbeit im Windkanal und auf den Prüfständen unvermindert weiter.
"Wir kümmern uns intensiv um die aerodynamischen Eigenschaften unseres Auto", erläutert Pat Symonds, der Chefingenieur des Renault-Teams. "Auch die Motorenentwicklung steht nicht still. Darüber hinaus können wir viele Fahrwerks-Situationen bereits simulieren. Denn wir wissen, dass die Witterungsbedingungen ab August und im September schon sehr instabil sein können."









