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Renault spendiert Power-Motor für "Alon-Solo"

13. Juli 2006 - 11:20 Uhr

Der Weltmeister hat keine Angst nach Schumachers Sieg in Indianapolis - ein neuer, um 20 PS stärkerer Motor soll die Titelverteidigung sichern

Fernando Alonso
Fernando Alonso reist siegesbewusst nach Magny-Cours
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Mit einem neuen Power-Motor will Weltmeister Fernando Alonso im Formel-1-Titelrennen gegen seinen großen Rivalen Michael Schumacher wieder auf die Überholspur wechseln. Renault spendiert dem Spanier rund 20 PS mehr und hofft beim "Heimspiel" am Sonntag in Magny-Cours auf ein
neues "Alon-Solo".

"Wir müssen aggressiv weiterentwickeln. Der Saisonstart war besser als erwartet, aber ab jetzt gibt es nur noch große Rennen", meint Alonso. Nach Schumachers überraschendem Indy-Sieg führt der 24-jährige Spanier die Gesamtwertung vor dem 11. von 18 WM-Läufen mit 19 Punkten Vorsprung vor dem Ferrari-Star an.

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Verunsichert habe ihn Schumachers starker Auftritt in den USA nicht, sagt Alonso, doch der sonst so coole Spanier fängt plötzlich an zu rechnen. Im Sommer gewinnt oder verliert man die WM, deshalb könne man sich in der jetzigen Phase auch keinen Ausfall leisten. Alonso: "Jedes Rennen, in dem man ausfällt, wird ein besonders wichtiges sein."

Trotzdem geht Renault das Risiko eines neuen Motors ein, denn die Franzosen wissen, dass Ferrari in den vergangenen Wochen stark aufgeholt hat. Der RS26-C-V8 ist die zweite größere Ausbaustufe in dieser Saison. Laut Renault-Motoreningenieur Denis Chevrier bringt das neue Triebwerk "ein bis zwei Zehntelsekunden" pro Runde. Beim Topspeed rechnet Chevrier mit einem Plus von 3 km/h.

Dass Schumacher nun eine Aufholjagd ankündigt, sei normal, doch Angst habe er vor dem Konkurrenten nicht, meint Alonso. Für ihn sei der Ferrari-Sieg in Indianapolis keinesfalls ein Trend für den Rest der Saison. "Nach den Vorfällen in Indy 2005 mussten wir vorsichtig sein, aber in Magny-Cours wird sich die Lage wieder normalisieren", sagt der Spanier, der mit einem fünften Platz sein schlechtestes Saisonergebnis hatte. Es gebe aber wieder einen "engen Kampf mit Ferrari". Der Reifenhersteller, der am besten arbeitet, wird laut Alonso auch bei der "Tour de France" im Vorteil sein.

Das Theater bei seinem künftigen Arbeitgeber McLaren-Mercedes lässt Alonso kalt. Auch wenn bei den Silberpfeilen derzeit alles drunter- und drübergeht, bereut er seinen Wechsel nicht: "Ich will eine neue Stufe meiner Karriere mit McLaren-Mercedes beginnen, und ich glaube, dass das beste Auto im nächsten Jahr silber sein wird."

Wer nach der Trennung von Juan Pablo Montoya 2007 sein Teamkollege sein wird, steht noch in den Sternen. Sollte Kimi Räikkönen ebenfalls gehen, gilt Nachwuchshoffnung Lewis Hamilton als Favorit auf das Silberpfeil-Cockpit. Gerüchten zufolge soll Räikkönen schon einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben haben, aber auch ein fliegender Wechsel des "Iceman" in Alonsos Renault scheint nicht ausgeschlossen.