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Moss: Schumacher ist bestenfalls die Nummer drei

13. Juli 2006 - 17:53 Uhr

Rennfahrerlegende Stirling Moss über die Flecken auf der weißen Weste von Schumacher und die Bedeutung des Deutschen für Ferrari

Sir Stirling Moss und seine Gattin Kate
Rennfahrerlegende Sir Stirling Moss mit seiner Gattin Kate
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den Augen von Rennfahrerlegende Stirling Moss ist Michael Schumacher nicht der beste Formel-1-Fahrer der Gegenwart, sondern bestenfalls die Nummer drei. Nach Meinung des Briten ist der 37-Jährige mittlerweile hinter die Jungstars Kimi Räikkönen und Fernando Alonso zurückgefallen.

"Meiner Meinung nach sind Alonso und Räikkönen jene beiden, die Kopf an Kopf vor allen anderen rangieren", erklärte der 76-Jährige gegenüber 'ITV-F1.com'. "Wenn Räikkönen ein gleichwertiges Auto zu jenem von Alonso hätte, dann würde er bei der Musik sein."

"Ich weiß nicht, wer der Bessere wäre, und bis er nicht das richtige Auto hat, werden wir es nicht wissen, ob er so gut ist. Aber mein Gefühl ist, dass die beiden an der Spitze sind, und es gibt einen ziemlich großen Abstand bis man zu Leuten wie Schumacher kommt."

Moss kritisiert den Ferrari-Piloten nicht nur wegen dessen "Park-Manöver" von Monaco, sondern auch wegen seiner "zahlreichen Fahrfehler", die er nur deshalb machen könne, da in den modernen Autos den Piloten elektronische Fahrhilfen unter die Arme greifen. Ohne diese elektronischen Helfer wäre Schumacher "schon längst tot": "Aber er ist wohl clever genug, in diesem Falle diese Fehler nicht zu machen."

Der 16-fache Grand-Prix-Sieger hofft, dass man nicht durch die rosarote Brille auf die Geschichte Michael Schumachers in der Formel 1 blicken wird: "In meinen Augen war sein größter Beitrag zum Rennsport die Tatsache, dass er Ferrari dank seiner Persönlichkeit, seinem Fahrtalent und seiner Intelligenz, die richtigen Leute zu holen, von der Versenkung bis an die Spitze nach vorne gebracht hat."

Ohne Zweifel sei Michael Schumacher in Bezug auf sein Talent ein "sehr guter Fahrer": "Das Problem ist jedoch: Was soll man denken, wie die anderen Leute sind, wenn der Weltmeister schummeln darf? Wenn ich über einen anderen Sport sprechen würde, indem ich nicht aktiv war, und ich würde wissen, dass der beste Kerl der Welt schummelt, dann würde ich doch meinen, dass das dem Image schadet, oder?"

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