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Michelin gesteht mangelnde Performance ein

02. Juli 2006 - 23:57 Uhr

Ein Jahr nach dem US-Fiasko von 2005 lieferte Michelin in Indianapolis diesmal einen haltbaren, aber keinen absolut konkurrenzfähigen Rennreifen

Michelin-Reifen
Die gute Nachricht: Michelin lieferte in Indianapolis eine zuverlässige Leistung ab
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein Jahr nach dem Fiasko von 2005 gelang es Michelin heute nicht, den Skandal mit einem Sieg in Indianapolis endgültig vergessen zu machen: Der französische Reifenhersteller war Bridgestone am Samstag und Sonntag beim US-Grand-Prix hoffnungslos unterlegen, brachte aber wenigstens überaus haltbare Produkte an die Strecke.

"Die Reifen", erklärte Michelins Formel-1-Direktor Nick Shorrock, "die wir hier hatten, sollten eine Kombination aus Haltbarkeit und Performance darstellen. Den ersten Teil unserer Aufgabe haben wir tadellos erledigt, denn David Coulthard fuhr zum Beispiel einen 47 Runden langen Stint, aber den zweiten Teil konnten wir leider nicht erfüllen. Wie immer werden wir aus den Fehlern lernen und die Antworten in Zukunft in unsere Arbeit einfließen lassen."

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"Es gab an diesem Wochenende auch Positives: Das Publikum sah eine gute Show und die Atmosphäre war seit unserer Ankunft in Indianapolis außergewöhnlich", fuhr der Brite fort. "Obwohl wir beim Unfall in der ersten Kurve sechs Autos verloren haben, landeten fünf Fahrer unserer Partnerteams in den Punkterängen. Ich gratuliere vor allem der Scuderia Toro Rosso zum ersten Punkt in ihrer noch jungen Teamgeschichte."

Ermutigend ist aus Sicht der Franzosen, dass Giancarlo Fisichellas schnellste Runde um weniger als eine halbe Sekunde langsamer war als die der Ferraris, auch wenn Michael Schumacher nie hundertprozentig gefordert war. Fazit: Michelin reagierte verantwortungsbewusst auf die Ereignisse aus dem vergangenen Jahr, schickte zuverlässige Reifen in die USA - und dass man trotzdem ein Auto auf das Podium brachte, darf angesichts der Umstände durchaus als Erfolg gewertet werden.

Dennoch besteht natürlich Handlungsbedarf, was den WM-Kampf angeht: "Jetzt konzentrieren wir uns direkt auf unseren bevorstehenden Test in Jerez, wo wir Reifen für den Grand Prix von Frankreich evaluieren werden. Wochenenden wie dieses treiben uns alle bei Michelin an, und ich erwarte, dass wir uns in Magny-Cours wieder von unserer konkurrenzfähigen Seite zeigen werden", gab Shorrock abschließend zu Protokoll.