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Michelin freut sich auf vorerst letzten Heim-Grand-Prix

10. Juli 2006 - 14:37 Uhr

In Magny-Cours möchte Michelin am Sonntag zum achten Mal den Grand Prix von Frankreich gewinnen, weil das Unternehmen aus der Formel 1 aussteigt

Michelin-Reifen
Michelin möchte beim Grand Prix von Frankreich unbedingt gut abschneiden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Großes Wochenende für Michelin: Der französische Reifenhersteller, der nur etwa 150 Kilometer von Magny-Cours entfern in Clermont-Ferrand sitzt, steht vor dem vorerst letzten Heim-Grand-Prix in der Firmengeschichte. Diesen Anlass möchte die Truppe natürlich mit ihrem insgesamt achten Sieg auf französischem Boden krönen.

"Nach einer intensiven, emotionellen und grundsätzlich erfolgreichen Zeit in Nordamerika", erklärte Michelins Formel-1-Direktor Nick Shorrock, "kehrt die Formel 1 jetzt nach Europa zurück, genauer gesagt nach Magny-Cours. Dies ist der Heim-Grand-Prix für Renault und Michelin, auch wenn wir auf der Strecke keine Testfahrten durchführen können."

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Strecke ist flach wie kaum eine andere

"Der Wettkampf zwischen den Teams bleibt hart, aber wir hoffen auf eine gute Performance, um zu den insgesamt positiven Resultaten von 2006 ein weiteres hinzuzufügen. Die Strecke in Magny-Cours ist relativ neu und sehr, sehr flach. Dadurch lässt sie niedrige Bodenhöhen zu und ein relativ steifes Chassis", gab der Brite zu Protokoll.

"Auf die lange Start- und Zielgerade folgt die 180-Grad-Kurve Estoril, die die Reifen in Sachen Haltbarkeit strapaziert. Es gibt auch enge Kurven, in denen Traktion gefragt ist", sagte er weiter. "Unsere Vorbereitungen auf das Rennen haben wir in Jerez durchgeführt, wo all unsere Partnerteams anwesend waren."

"Aufgrund der engen Boxengasse und des verringerten Zeitverlusts bei den Stopps werden die Teams ihre Rennstrategien genau überdenken", so Shorrock. "Darüber hinaus kann das Wetter von Tag zu Tag wechseln. Sollte es regnen, könnten wir unsere neuesten Regenreifen ausprobieren, die wir kürzlich eingeführt haben."

Renault und Michelin feiern gemeinsames Jubiläum

"Die Streckentemperaturen variieren ziemlich stark, daher befinden sich die Reifen oft außerhalb des optimalen Temperaturfensters."
Pat Symonds

Pat Symonds von Renault erklärte Magny-Cours aus Chassissicht: "Die Reifenwahl kann dort ein ganz schönes Rätsel sein", analysierte er. "Die Streckentemperaturen variieren ziemlich stark, daher befinden sich die Reifen oft außerhalb des optimalen Temperaturfensters. Dies bedeutet, dass wir Reifen mitnehmen werden, die vielseitig einsetzbar sind."

"Die Reifen stammen aus dem mittleren Bereich, was die Mischung angeht. Die Strecke besitzt schnelle Kurven, aber an manchen Stellen ist auch die Traktion entscheidend, daher müssen wir den Verschleiß hinten im Auge behalten. In Jerez haben wir intensiv an der Vorauswahl gearbeitet und wir fühlen uns gut gerüstet. Renault und Michelin haben nach Indianapolis alles getan, um wieder konkurrenzfähiger zu werden", so der 53-Jährige.

Und weiter: "Der Grand Prix ist auch ein historischer Meilenstein für Renault und Michelin, denn es gibt das 100-jährige Jubiläum des Grand-Prix-Sports zu feiern. Der erste Grand Prix im Jahr 1906 wurde von einem Michelin-bereiften Renault gewonnen, daher wollen wir dieses Jahr unbedingt ebenfalls gewinnen", meinte Symonds abschließend.