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Hondas Rekordversuch rückt immer näher

11. Juli 2006 - 13:36 Uhr

Das Honda-Team wird nächste Woche in den USA neuerlich versuchen, einen Geschwindigkeitsrekord für Formel-1-Autos aufzustellen

Honda in der Bonneville-Salzwüste in Utah
In der Bonneville-Salzwüste will Honda einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei Jahren der Vorbereitungen steht das Honda-Team mit seinem 'Bonneville-400'-Projekt jetzt vor dem krönenden Finale: In der kommenden Woche vom 17. bis 21. Juli 2006 wird das Team zum legendären Bonneville-Salzsee im amerikanischen Utah fahren und versuchen, den Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge für einen Formel-1-Wagen zu erlangen.

Ursprünglich war der Rekordversuch für Oktober 2005 geplant, aber nach einigen der schwersten Unwetter seit Menschengedenken stand der Salzsee monatelang unter Wasser, und ein Aufschub war unvermeidlich. Das Team ließ sich jedoch nicht davon abhalten, am 4. November 2005 Tests mit seinem 'Bonneville-400'-Rennwagen auf dem Mojave-Flugfeld in Kalifornien durchzuführen und einen inoffiziellen Rekord mit 413,205 km/h zu erzielen.

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Rekord soll in Bonneville aufgestellt werden

Das Team war jedoch noch nicht zufrieden: Die Geschwindigkeit war zwar richtig, aber der Ort war falsch. Das Ziel des 'Bonneville-400'-Projektes bestand für das Honda-Team von Anfang an darin, den ersten offiziellen Rekord für Landfahrzeuge für einen Formel-1-Rennwagen auf den 40.000 Quadratmorgen großen Salzseen in Bonneville zu erzielen, die seit den 1920er-Jahren untrennbar mit Wagen und Geschwindigkeit verbunden sind.

Das 'Bonneville-400'-Projekt ist ein hochspannendes Abenteuer für das Honda-Team, das mit Begeisterung und Entschlossenheit verfolgt wird und letztlich zeigen soll, wie schnell sein Rennwagen außerhalb der Enge einer Rennstrecke fahren kann.

Die technische Herausforderung, die darin besteht, einen für den Renneinsatz zugelassenen Formel-1-Wagen, der nur geringfügig für den Geradeauslauf bei sehr hohen Geschwindigkeiten modifiziert wurde, auf einer unberechenbaren, instabilen Oberfläche über 400 km/h schnell fahren zu lassen, hat sich als schwere Prüfung für den Technischen Leiter des Projektes, Gary Savage und sein kleines Team erwiesen.

Team hofft auf Lohn für harte Arbeit

"Nächste Woche erleben wir den Höhepunkt eines zwei Jahre währenden Projektes für Honda. Wir hoffen, dass das Ergebnis auf den Salzseen die harte Arbeit und Entschlossenheit widerspiegeln wird, die von den Teams in Großbritannien und Japan in dieses Projekt gesteckt wurde", sagte er.

Im Mittelpunkt dieses unglaublichen Vorhabens wird natürlich der Fahrer Alan van der Merwe stehen. Der in Südafrika geborene 26-Jährige brennt darauf, endlich fahren zu können: "Es war so eine lange Vorbereitungszeit, und ich bin jetzt vollkommen bereit. Alle haben in den vergangenen zwei Jahren so hart gearbeitet und sind bestens vorbereitet. Deshalb mache ich mir überhaupt keine Sorgen - ich will nur endlich fahren können. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass wir nächste Woche in ein Flugzeug steigen und loslegen werden. Aber eigentlich wünschte ich mir, wir würden jetzt schon nach Bonneville fliegen!"