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Honda suchte in Jerez den Anschluss

06. Juli 2006 - 20:43 Uhr

Zahlreiche Probleme begleiteten die Testwoche des Honda-Teams, ein Aufwärtstrend sei aber bereits erkennbar

Anthony Davidson
Davidson erlebte im Gegensatz zu Button und Barrichello keinen Motorschaden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Honda verliefen die vergangenen Rennen ernüchternd: Der Abstand zur Spitze wurde größer, von der Form des Saisonbeginns war nur noch wenig zu spüren. Nach der Nordamerikatour der Formel 1 stand in Jerez de la Frontera nun der erste Test für das Honda-Team nach der Umstrukturierung an. Alle vier Fahrer des Teams erprobten neue Aerodynamikteile und die jüngste Ausbaustufe des Honda-Triebwerks.

Den Auftakt machten am Dienstag die Testpiloten Anthony Davidson und James Rossiter. Für beide standen zunächst Arbeiten am Setup und der Aerodynamik an, die meisten Runden absolvierte man jedoch im Rahmen der Reifentests. Schon am ersten Tag bremsten kleine Nickligkeiten den Fortschritt. Am Mittwoch stieß Rubens Barrichello hinzu, der nur 45 Runden fahren konnte. Der Brasilianer beschädigte den RA106 bei einem kleineren Unfall, zudem beendete ein Motorschaden seinen Tag.

In der Folgezeit standen die Reifen und das neue Aerodynamikpaket für das Rennen in Magny-Cours im Vordergrund. Jenson Button, der erst am Donnerstag zum Einsatz kam, konnte zwar 94 Runden drehen, erlitt jedoch wie Barrichello am Vortag einen Motorschaden. Die neueste Ausbaustufe der Japaner scheint also noch nicht standfest genug zu sein.

"Für uns war es ein ziemlich geradliniger Tag", so der Engländer, "auch wenn wir am Nachmittag einen Motorschaden hatten, was enttäuschend war. Wir hatten in dieser Woche einige Dinge zu testen und wir waren in der Lage, einige ermutigende Ergebnisse zu bekommen, auch wenn wir noch immer nicht schnell genug sind, um gegen die Top-Teams zu bestehen. Vor dem nächsten Wochenende liegt noch Arbeit für uns an, aber wir konnten heute viele Daten sammeln."

Barrichello erkannte ebenfalls kleine Fortschritte. "Wir konnten schon an meinem ersten Tag einige Daten sammeln, auch wenn ich nicht viel fuhr", so der Brasilianer. "Wir konzentrierten uns dann auf die Aerodynamikteile, die wir in dieser Woche hatten. Auch wenn die Zeiten nicht so konkurrenzfähig aussehen, so haben wir einige wertvolle Antworten finden können. Jenson war im anderen Auto auf einem anderen Programm unterwegs und konnte bessere Zeiten fahren, das ist ermutigend. Ich denke, wir haben gute Arbeit geleistet und nun viele Daten, die wir vor dem Frankreich-Grand-Prix studieren können."

"Wir haben viel Reifenarbeit für Michelin im Hinblick auf die Reifenwahl in Frankreich und Deutschland absolvieren können", so Davidson. "Die hohen Streckentemperaturen sorgten bei den meisten Teams für einige Verschleißprobleme bei Longruns, aber wir haben da einen guten Kompromiss gefunden und konnten gute Ergebnisse einfahren. Die Balance des Autos war gut, auch das Handling. Wir haben auch Fortschritte beim Setup gemacht, unsere Pace scheint konkurrenzfähig zu sein, das ist positiv. Wir hatten einige Zuverlässigkeitsprobleme an meinem Auto, aber der Motor lief zwei Tage lang ohne Murren und wir konnten viele Runden fahren."

Rossiter konnte seinen Testeinsatz nicht recht genießen, da sein Testprogramm durch mechanische Probleme zusammenschrumpfte. "Leider wurde unser Testplan für den Dienstag von einigen mechanischen Problemen zusammengestrichen", so der Engländer. "Aber wir konnten die Aerodynamiktests für Frankreich abschließen, was ermutigend war. Wir arbeiteten am Nachmittag auch an einem Reifentest und sahen dabei einige gute Ergebnisse."

Insgesamt zog Chefingenieur Mark Ellis ein durchwachsenes Fazit der Testwoche. "Es war eine anstrengende Testwoche für uns, in der wir viele Chassis- und Aerodynamikentwicklungen testeten", erklärte er. "Ungewöhnlich war, dass wir einige mechanische Probleme hatten, die unser Programm störten. Aber mit unserer Pace waren wir zufrieden, auch mit der Konstanz. Unser Ziel ist es, dies auch mit in das nächste Rennen in Magny-Cours zu nehmen."

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