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Herbe Enttäuschung für das BMW Sauber F1 Team

30. Juli 2006 - 16:03 Uhr

Während Jacques Villeneuve heftig abflog, musste Nick Heidfeld nach einer Kollision aus Sicherheitsgründen das Auto an der Box abstellen

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld musste sein Auto aus Sicherheitsgründen abstellen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim Großen Preis von Deutschland kam keiner der BMW Sauber F1 Team Piloten ins Ziel. Nick Heidfeld gab nach zehn Runden wegen Bremsproblemen auf, die wiederum die Folge einer Kollision nach dem Start waren. Jacques Villeneuves Rennen endete kurz vor Halbzeit mit einem Einschlag in die Streckenbegrenzung.

Jacques Villeneuve: "Der Einschlag war ziemlich hart. Nachdem wir die Fahrzeugnase am Ende der ersten Runde gewechselt hatten, hat das Auto stark übersteuert. Ich stand ständig quer. Letztlich habe ich unter diesen Umständen zu viel probiert, und es hat mich erwischt. Ein paar Sekunden vor dem Unfall fuhr ich am Kurveneingang sehr quer. Dann hatte ich wieder Grip und schoss geradeaus."

Nick Heidfeld: "Mein Start war durchschnittlich. In der zweiten Kurve konnte ich einige Autos außen überholen, darunter auch Jacques. Ich habe sehr spät gebremst, die Kurve aber trotzdem noch gut erwischt. Dann habe ich einen Schlag hinten rechts gespürt. Danach war der rechte Hinterreifen platt. Ich bin zum Wechseln gefahren. Allerdings hatte die Bremse auch was abbekommen. Das Pedal wurde immer länger. Es war zu gefährlich, weiterzufahren. Hinterher habe ich erfahren, dass Jacques und ich uns berührt haben. Das ist natürlich sehr unglücklich."

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: "Das Rennen war für unser Team in der ersten Runde praktisch gelaufen. Beide Fahrer waren in den ersten Kurven in eine Kollision verwickelt. Wir konnten beide Autos nach einem Reifenwechsel bei Nick und einem Flügelwechsel bei Jacques wieder auf die Strecke schicken, jedoch in aussichtslosen Positionen."

"Bei Nicks Fahrzeug waren Bauteile im Bereich der Hinterradaufhängung beschädigt, sodass die Bremswirkung nachließ. Jacques kam nach seinem Stopp nie auf schnelle Rundenzeiten und geriet in der 31. Runde von der Strecke. Das war das Ende eines rundum enttäuschenden Wochenendes. In Budapest müssen wir nun versuchen, verlorenen Boden wieder gutzumachen."

Willy Rampf, Technischer Direktor: "Nach dem Start gab es ein Durcheinander in Kurve 2, bei dem auch unsere beiden Autos beschädigt wurden. An Jacques Wagen mussten wir nach der ersten Runde den Frontflügel austauschen, wenige Sekunden später kam Nick mit einem defekten rechten Hinterreifen rein."

"Nach dem Wechsel des Frontflügels übersteuerte Jacques Autos stark und war schwierig zu fahren, was letztlich zu seinem Ausritt führte. An Nicks Wagen gab es als Folge des Reifendefekts Schäden im Umfeld. Er beklagte sich über ein weiches Bremspedal, und als sich die Situation weiter verschlechterte, entschieden wir, ihn aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen zu nehmen."

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