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Gemischte Gefühle bei Toyota nach Jerez-Test

21. Juli 2006 - 22:35 Uhr

Der Start am Mittwoch verlief für den japanischen Rennstall gut, doch gestern und heute lief es für die in Köln stationierte Truppe nicht mehr rund

Ralf Schumacher
Für Toyota liefen die Jerez-Testfahrten bis auf den ersten Tag nicht rund
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem schwierigen gestrigen Tag, als man gleich am Morgen Probleme am Motor Ricardo Zontas hatte, die den Brasilianer den kompletten Testtag kosteten, lief es für Toyota auch am heutigen letzten Testtag in Jerez nicht rund. Zwar konnte das Team Zontas Boliden wieder aufbauen, allerdings waren die Arbeiten erst mittags beendet, so dass Jarno Trulli, der den Wagen heute von Zonta übernahm, erst am Nachmittag ins Geschehen eingreifen konnte.

Der Italiener konnte infolgedessen lediglich 54 Runden zurücklegen, am Ende des Tages bildete er mit 2,756 Sekunden Rückstand das Schlusslicht. Ralf Schumacher hingegen konnte mit 95 zwar deutlich mehr Runden absolvieren, jedoch klassierte sich der Deutsche mit 1,884 Sekunden Rückstand auf die Spitze lediglich zwei Plätze vor Trulli auf Rang zwölf.

Schwieriger Tag zum Testabschluss

"Wir konzentrierten uns darauf, unser Reifentestprogramm abzuschließen und einige generelle Setup-Arbeiten für die kommenden Rennen zu erledigen", erklärte Schumacher anschließend. "Ich wollte vor allem so viel wie möglich fahren, denn dies ist der letzte Test vor der Sommerpause. An meinem Auto musste zur Hälfte der Session gearbeitet werden, daher haben wir einige Runden verloren, aber letztendlich war der Tag erfolgreich, und wir haben uns durch eine Menge verschiedener Möglichkeiten für die nächsten Rennen gearbeitet", gab Schumacher zu Protokoll.

Teamkollege Trulli war nach seinem kurzen Testtag verständlicherweise frustriert: "Leider kam ich heute nicht dazu, viel ausrichten zu können. In den paar Stunden, in denen ich fuhr, habe ich einfach einige Long-Runs abgespult, um Daten für die Reifenwahl zu sammeln. Ich bin recht zuversichtlich, dass die Reifen unter diesen heißen Bedingungen eine gute Leistung zeigen werden. Hoffentlich können wir daraus in Hockenheim und Ungarn einen Vorteil ziehen", meinte Trulli.

Harte Woche für das ganze Team

Testteammanager Gerd Pfeiffer fügte hinzu: "Dies war eine lange, harte Woche für das gesamte Team. Obwohl wir am Mittwoch einen sehr guten Start hatten, wurde der gestrige Tag zu einer echten Herausforderung, nachdem wir Ricardos Auto verloren hatten. Wir sind sehr zufrieden mit Oliviers Arbeit und wie viel er dennoch schaffte. Wir können definitiv alle Daten für zukünftige Reifenentscheidungen nutzen, die er gesammelt hat", erklärte Pfeiffer.

"Ralf und Jarno hatten heute ebenfalls einen schwierigen Tag", fuhr er fort. "Jarno hatte am Morgen eine Verzögerung, da an seinem Auto noch gearbeitet wurde, wohingegen Ralf sein Bestes gab, um einen Nutzen aus dem Testtag ziehen zu können, auch wenn einige Testkomponenten in seinem Auto ausgewechselt werden mussten. Alles in allem denke ich, dass das Team einen guten Job gemacht hat, wenn man die Umstände und die Resultate in Betracht zieht, die wir als nützlich erachten", schloss er seine Ausführungen.