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Ferrari nach Galavorstellung wieder auf WM-Kurs

30. Juli 2006 - 17:56 Uhr

Besser geht's nicht: Michael Schumacher und Felipe Massa feierten in Hockenheim einen ungefährdeten Doppelsieg in einer wichtigen Phase in der WM

Felipe Massa und Michael Schumacher
Die beiden Ferrari-Fahrer feierten heute einen Sieg in einer eigenen Liga...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 13,2 Sekunden Vorsprung hatten Michael Schumacher und Felipe Massa heute bei ihrem Doppelsieg, doch in Wahrheit waren die beiden Ferrari-Piloten noch weit überlegener: Nach dem ersten Boxenstopp von Kimi Räikkönen spulten sie ihr Rennen eiskalt ab, hielten sich konsequent an die geplante Zweistoppstrategie - und taten sich vor allem gegenseitig nicht weh.

"Super! Ich finde gar nicht die richtigen Worte für dieses Auto/Motor/Reifen-Paket und für die Performance des ganzen Teams", jubelte Schumacher nach seinem 89. Grand-Prix-Sieg. "Wir haben beim Test in Le Castellet hart gearbeitet und ich bin happy, dass wir heute die Früchte dieser Arbeit ernten dürfen. Ich möchte aber auch Felipe gratulieren, denn er hat ein großartiges Rennen geliefert. Es ist ganz wichtig, in dieser Phase der WM Punkte auf unsere Rivalen aufzuholen."


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Schumacher spürte den Support der Fans

"Schon heute Morgen bei der Fahrerparade war es ein tolles Gefühl, all die Unterstützung der Fans zu spüren - und es freut mich wahnsinnig, dass ich ihnen das mit einem Sieg zurückzahlen kann", fügte der Lokalmatador an. "Der Titelkampf ist nun in beiden Meisterschaften noch offener. Es sind noch sechs Rennen zu fahren und wir können noch pushen und die Führenden weiter unter Druck setzen. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf die nächsten Rennen."

"Ich konnte das Auto sicher nach Hause fahren."
Felipe Massa

Massa, heute eine brave Nummer zwei ohne Gegenwehr, empfand das Rennen als "besser als erwartet. Gestern Morgen sah ich schon, dass wir eine richtig gute Pace hatten - vor allem mein Speed auf alten Reifen war erstaunlich. Daher war ich überzeugt, dass wir im Rennen noch stärker sein können, was sich im Nachhinein als richtig herausgestellt hat. Nach einem guten Start und einem guten ersten Stopp hatten wir einen großen Vorsprung und ich konnte das Auto sicher nach Hause fahren", erklärte er.

Und weiter: "Ich fuhr ein intelligentes Rennen, das in dieser Phase der Saison für das Team sehr wichtig war, wenn man unsere Ziele in beiden Meisterschaften bedenkt. Jetzt kommt es darauf an, mit dem gleichen Elan und mit der gleichen Konzentration bis zum Ende der Meisterschaft durchzuhalten. Kurzfristig gesehen hoffe ich, dass wir diese starke Performance in Budapest wiederholen können", gab er zu Protokoll.

Brawn mit allen Faktoren zufrieden

Technikchef Ross Brawn beleuchtete wie immer die strategischen Facetten: "Ein besseres Resultat hätten wir uns nicht wünschen können", teilte er mit. "Die Autos waren perfekt, die Bridgestone-Reifen, der Motor. Als ich Kimi zu seinem ersten Boxenstopp hereinkommen sah, bestätigte das nur unsere Erwartungen - und von dem Zeitpunkt an ging es bis zum Ende nur noch darum, das Auto und die Reifen zu schonen, was uns gelungen ist."

"In den vergangenen Rennen haben wir einige neue Komponenten eingeführt - und das ist jetzt das Resultat der harten Arbeit in Maranello. Michael und Felipe waren heute perfekt. Außerdem haben wir in den beiden Meisterschaften wichtigen Boden gutgemacht. Es gibt jetzt allen Grund, optimistisch zu sein, was den Rest der Saison angeht, auch wenn wir weiter ruhig und konzentriert bleiben müssen", fasste Brawn zusammen.

Todt lässt Hinweis auf Räikkönen fallen

"Der Moment, den ich von diesem Tag in Erinnerung behalten werde, ist die Siegerehrung mit meinen drei Lieblingsfahrern."
Jean Todt

Von einem "Traumresultat" sprach Teamchef Jean Todt: "Ein problemloses Rennen mit einem perfekten Auto, unwiderstehlichen Fahrern und einem klar überlegenen Reifen", so der Franzose. "Der Moment, den ich von diesem Tag in Erinnerung behalten werde, ist die Siegerehrung mit meinen drei Lieblingsfahrern. Morgen werden wir aber zurück auf den Planeten Erde kommen und ans nächste Rennen in Budapest denken. Solange es mathematisch möglich ist, werden wir unsere Ziele verfolgen - dabei bleibe ich auch jetzt."

"Wir müssen jetzt aber noch mehr als sonst mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben, denn wir hatten nur einen Doppelsieg, auch wenn das schon ein großer Erfolg ist. Außerdem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Bridgestone heute den 100. Grand-Prix-Triumph errungen hat - und es freut mich, dass beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps drei Ferrari F430 GTC in der GT2-Klasse auf den ersten drei Plätzen landeten", merkte er abschließend an.