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Deutsche Kicker wünschen Schumacher alles Gute

03. Juli 2006 - 13:01 Uhr

Das deutsche Fußballteam wünscht Michael Schumacher den WM-Titel - Ferrari nach starkem Auftritt in Indianapolis wieder einigermaßen auf Kurs

Jubelndes Ferrari-Team in Indianapolis
Friede, Freude, Eierkuchen: Bei Ferrari schwebt man wieder auf Wolke sieben...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Die SMS von Fußballstar Lukas Podolski krönte einen Tag, an dem Michael Schumacher den Glauben an seinen achten WM-Titel wiederfand: "Wir holen am Sonntag den Pokal, und du später!", lautete die Botschaft aus dem Teamhotel der deutschen Fußballer in Berlin an den Triumphator von Indianapolis. Der auf 19 Punkte an WM-Spitzenreiter Fernando Alonso herangerückte Schumacher versprach, beim Endspiel in Berlin vorbeizuschauen: "Ich gehe ganz sicher davon aus, dass die Jungs im Finale stehen werden - und vielleicht können wir sogar zusammen feiern."

Dass er selbst nach dem letzten Rennen am 22. Oktober in São Paulo im Land des entthronten Fußball-Weltmeisters Brasilien eine Champagnerfete geben kann, scheint nach dem ersten Ferrari-Doppelsieg seit einem Jahr nicht mehr ausgeschlossen, zumal der bislang übermächtige Weltmeister Alonso beim Grand Prix der USA als Fünfter erstmals seit 15 Rennen nicht auf dem Podest stand und das schlechteste Resultat seit dem 31. Juli 2005 in Budapest ablieferte.

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Medien überschlagen sich vor Lob für Ferrari

"Das Rote Imperium ist wieder da", titelte sogar die spanische Zeitung 'As'. Groß war der Jubel in Ferrari-Land: "Schumacher, König von Indianapolis. Nach seinem Sieg ist die WM wieder offen. 'Schumi' hat einen Erfolgshunger, als hätte er bisher nie etwas gewonnen", schrieb stellvertretend die 'Gazzetta dello Sport'.

"Ich weiß nicht, ob es die Wende im Titelkampf war, aber es war ein wichtiger Schritt zur WM."
Michael Schumacher

"Ich weiß nicht, ob es die Wende im Titelkampf war, aber es war ein wichtiger Schritt zur WM. Ich weiß auch nicht, was mit Fernando los war. Es sind noch 80 Punkte zu holen, wir können das schaffen", meinte auch Schumacher optimistisch. Die Befreiung war fühlbar, als er wie ein kleiner Junge auf dem Siegerpodest herumhüpfte und seinen zweitplatzierten Teamkollegen Felipe Massa eigenhändig in die Luft warf.

"Das ist lange her, dass ich so etwas gemacht habe. Dieser Sieg kann uns ein bisschen Extrapower geben und macht es leichter, alle zu motivieren, noch ein bisschen mehr Extrazeit in den Titelkampf zu investieren", meinte Schumacher. Er selbst flog gleich nach dem Rennen zurück in die Schweiz, wo er sich am Dienstag das Halbfinale von Podolski und Co. gegen das Ferrari-Mutterland Italien ("Ich bin Deutscher und will über einen Sieg jubeln.") anschauen will. Am Mittwoch fliegt er zu zweitägigen Testfahrten nach Jerez.

Dort will Bridgestone seine Reifen-Wundermischung von Indianapolis mit Blick auf Magny-Cours am 16. Juli und die verbleibenden acht Grand Prix verfeinern: "Wir hatten den besseren Reifen, aber wir stehen nicht still", sagte Bridgestone-Sprecher Adrian Atkinson. Auch Schumacher lobte die Wunderpneus und hofft, dass "wir den Trend bei den Europarennen fortsetzen können". Zur Sicherheit kündigte Ferrari-Superhirn Ross Brawn für das nächste Rennen "weitere Verbesserungen am Auto" an.

Indianapolis war für Renault das schwierigste Rennen

"Die WM ist nicht in Gefahr."
Fernando Alonso

Dort, so glaubt Alonso, wird das Kräfteverhältnis sich wieder zu Gunsten von Renault verändern: "Wir haben das schwierigste Rennen des Jahres hinter uns. Beim Renault-Heimrennen werden wir wieder vorne sein, die restlichen Rennen liegen uns. Die WM ist nicht in Gefahr." So sah es auch die spanische Zeitung 'Marca': "Trotzdem schrillen noch keine Alarmglocken."

Ganz so sicher wie zuletzt wirkte Alonso aber nicht und versteckte sich hinter seiner schwarzen Sonnenbrille. Auch bei Teamchef Flavio Briatore ("Wir haben nur sechs Punkte verloren.") lagen die Nerven blank. Reifenpartner Michelin kündigte an, "aus den Fehlern von Indianapolis zu lernen".

Allerdings hält selbst Alonsos künftiger Arbeitgeber Norbert Haug von McLaren-Mercedes eine überraschende Wende im Titelkampf nicht mehr für gänzlich ausgeschlossen: "Schumacher muss nur zweimal gewinnen und Alonso zweimal keine Punkte holen, dann ist Michael wieder vorne. Außerdem können wir uns ja theoretisch auch zwischen Ferrari und Renault schieben", meinte der Deutsche.