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Dennis blockiert Montoyas NASCAR-Premiere

14. Juli 2006 - 17:37 Uhr

McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis schließt ein Comeback von Juan-Pablo Montoya nicht aus, sehr wohl aber eine verfrühte NASCAR-Premiere...

Ron Dennis
Diesem Herren sieht man an, dass er sich nach Juan-Pablo Montoya sehnt...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist schon komisch: Erst am vergangenen Dienstag hat McLaren-Mercedes die sofortige Trennung von Juan-Pablo Montoya bekannt gegeben, doch nun soll wieder alles anders sein. Angeblich sei keineswegs ausgeschlossen, dass der Kolumbianer noch in diesem Jahr Formel-1-Rennen für die "Silberpfeile" bestreiten könnte - in Wahrheit natürlich eine nicht denkbare Variante.

"Juan-Pablo steht bis Jahresende unter Vertrag, und wenn wir das wollen, wird er wieder Rennen fahren oder testen", sagte Dennis heute in Magny-Cours. "Er ist ein McLaren-Fahrer. So wird das auch bis zum Ende seines Vertrags bleiben - es sei denn, es ergibt sich zwischen einem NASCAR-Team und uns oder zwischen Juan-Pablo und uns eine kommerzielle Lösung." Eine NASCAR-Premiere Montoyas noch in diesem Jahr wünscht er sich nicht: "Es gibt einen Konflikt an Sponsoreninteressen."

"Vor ein paar Rennen", fügte der Brite an, "hatte ich mit ihm eine Unterhaltung über seinen Wunsch, bei McLaren weiterzufahren und in der Formel 1 zu bleiben. Wir waren uns einig, dass es nichtig sei, ob er in der Formel 1 bleiben möchte oder zu welchem Team er gehen könnte, weil es in jedem Fall die beste Option wäre, im zweiten Teil der Saison gemeinsam gute Resultate einzufahren. So wollten wir gemeinsam an diese Sache herangehen."

"Unser gemeinsames Ziel hat sich natürlich durch die Entscheidung geändert, dass er 2007 NASCAR fahren wird."
Ron Dennis

Allerdings entschloss sich Montoya dann, ohne vorheriges Einweihen des Teams seinen NASCAR-Deal publik zu machen - sehr zu Dennis' Missfallen: "Unser gemeinsames Ziel hat sich natürlich durch die Entscheidung geändert, dass er 2007 NASCAR fahren wird", bestätigte er indirekt den Eindruck, wonach Montoyas PR-Alleingang in den USA der ausschlaggebende Grund gewesen sei. Dennoch sei ein Renncomeback des 30-Jährigen "mehr als möglich".

Unabhängig von den unsinnigen Spekulationen um Montoya sieht es tendenziell so aus, als werde McLaren-Mercedes für die restlichen Rennen an Pedro de la Rosa festhalten: "Ich denke, Pedro wird weitermachen, aber bei uns entscheidet das Team, wie die Fahrer eingesetzt werden. All diese Fahrer", bezog sich Dennis auf de la Rosa, Gary Paffett und Lewis Hamilton, "stehen bei uns unter Vertrag und werden den Weg geben, den wir haben."