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Wurz: "Michael hat sich den Fragen gestellt"

10. Juni 2006 - 12:21 Uhr

Alexander Wurz im Kurzinterview über den Verlauf des 'GPDA'-Meetings: "Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es nach Absicht ausgeschaut hat"

Alexander Wurz
Alexander Wurz glaubt nach wie vor, dass Schumacher absichtlich gehandelt hat
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Während das halbe Fahrerlager schon gespannt dem Eröffnungsmatch der Fußball-WM zwischen Deutschland und Costa Rica entgegenfieberte, trafen sich die Formel-1-Piloten gestern Nachmittag in Silverstone zur Sitzung der Fahrergewerkschaft 'GPDA', um die es im Vorfeld wegen der Rascasse-Affäre um Michael Schumacher jede Menge Wirbel gegeben hatte.

Passiert ist schlussendlich nichts: Der siebenfache Weltmeister bleibt einer von drei Direktoren der 'GPDA' - und die Sitzung war in weniger als einer halben Stunde abgehandelt, weil viele der PS-Stars nicht zu spät zum Fußballschauen kommen wollten. Allerdings wurde die Rascasse-Affäre als letzter Tagesordnungspunkt neben der Sicherheit bei Testfahrten sehr wohl kurz angesprochen, wie Williams-Edelreservist Alexander Wurz in einem Kurzinterview bestätigte.

Frage: "Alexander, was ist beim Meeting der Fahrergewerkschaft herausgekommen, was Michael Schumacher und Monaco angeht?"
Alexander Wurz: "Die Grundsatzklausel der 'GPDA' ist für Sicherheitsbelange. Nichtsdestotrotz sind wir als Fahrervereinigung auch eine Gruppe von Fahrern, die sich über solche Dinge unterhält, was wir auch getan haben. Wir haben aber beschlossen, nichts nach außen zu tragen, was intern diskutiert wurde. Es wurde diskutiert und Michael hat sich den Fragen auch gestellt - das Monaco-Urteil und die Monaco-Situation betreffend. Für die 'GPDA' gibt es keine Auswirkungen. Wir werden weiterhin unsere Sicherheitsbelange pushen und stehen als geschlossene Fahrervereinigung voll dahinter."

Frage: "Heißt das, dass Michael Schumacher Direktor der 'GPDA' bleibt?"
Wurz: "Es wurde nichts anderes beschlossen. Wir haben über die Sicherheitsbelange gesprochen, wollen das trennen. Natürlich ist ein Großteil der Fahrer - auch ich - nicht happy mit der Situation, die in Monaco passiert ist. Ich bleibe weiter bei meiner Meinung, dass es nach Absicht ausgeschaut hat, aber noch einmal: Man muss das im Interesse der Sicherheit trennen, denn wir sind uns alle einig, dass die Kurvengeschwindigkeiten im Moment so hoch sind, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein schwerer Unfall passieren kann. Da wollen wir uns alle hinsetzen und mit großer Kraft gemeinsam als Fahrer etwas bewirken."