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Williams: Rosbergs Glück ist Webbers Pech

24. Juni 2006 - 22:29 Uhr

Nico Rosberg überzeugte im Qualifying mit dem sechsten Platz, hielt aber Mark Webber auf, der aus diesem Grund den Cut für die Top 16 verpasste

Nico Rosberg
Rosberg lieferte ein starkes Qualifying ab, hielt aber seinen Teamkollegen auf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Freud und Leid bei Williams: Nico Rosberg sicherte sich zwar mit einer schnörkellosen Session den starken sechsten Startplatz in Montréal, verlor lediglich 1,070 Sekunden auf die Pole Position, doch in der ersten Phase hielt der Deutsche seinen Teamkollegen Mark Webber erst entscheidend auf - und verdrängte ihn dann auch noch aus den Top 16.

"Mein Qualifying", sagte er, "lief ziemlich gut, auch wenn es ereignisreich war. In meiner schnellsten Runde in der ersten Session berührte ich die Mauer. Mein Vater hat mich dazu ermutigt, jeden Millimeter auszuschöpfen, und das wäre beinahe in die Hose gegangen! Ich hatte Glück, aber es ist ja nichts passiert. Mit dem sechsten Platz bin ich zufrieden, denn damit habe ich im Rennen eine gute Chance auf ein starkes Resultat."

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Webber war naturgemäß weniger happy: "Das Auto war natürlich schnell genug für die nächste Phase, ich gab auch alles dafür, aber es war sehr frustrierend, dass ich von meinem Teamkollegen vor der letzten Schikane aufgehalten wurde. Dadurch verlor ich wichtige Zeit. Schade, aber so ist es nun einmal und ich kann es eh nicht mehr ändern. Außerdem bin ich nicht hier, um lauter Ausreden abzuliefern", gab der Australier zu Protokoll.

"Pech für Mark", urteilte Technikchef Sam Michael. "Wir änderten unseren Plan von einem Run auf zwei, wodurch unsere Autos eng beisammen waren. Normalerweise legen wir 30 Sekunden zwischen sie hinein. Das war diesmal wegen der Restzeit nicht möglich, wodurch Mark von Nico aufgehalten wurde. Für Nico war es ein guter Tag, denn ihm fehlte nur eine halbe Zehntelsekunde auf die zweite Reihe. Jetzt müssen wir uns für unsere beiden Autos, die unterschiedlich positioniert sind, Strategien einfallen lassen."

Sean O'Mahony bilanzierte für Motorenhersteller Cosworth: "Es gab heute motorenseitig nicht viel zu berichten", fasste er zusammen. "Wir hatten im Freien Training und auch im Qualifying keinerlei Motorenprobleme. Wir freuen uns auf die Herausforderung des Rennens, in dem die Motoren stark belastet werden. Wir wollen die Leistung maximieren, aber gleichzeitig noch Potenzial für Indianapolis übrig lassen."