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Whitmarsh hofft auf ein Ende der Flügeldiskussion

27. Juni 2006 - 07:54 Uhr

McLaren-Mercedes schließt sich Honda an und fordert nun ein Einschreiten der FIA gegen den flexiblen Heckflügel des BMW Sauber F1 Teams

Nick Fry, Mario Theissen und Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh (rechts) wünscht sich ein Ende der leidigen Flügeldiskussion
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In Montréal gab es nach Vorlage von Beweisfotos neuerlich Diskussionen um den flexiblen Heckflügel des BMW Sauber F1 Teams, der sich bei hohen Geschwindigkeiten verbiegt und dadurch weniger Luftwiderstand generiert. Hondas Protestgelüste wurden jedoch von FIA-Mann Charlie Whiting abgeschmettert, der ankündigte, sowieso nichts unternehmen zu können.

Der Haken an der Geschichte: Der fragliche Heckflügel ist zwar offensichtlich flexibel, wie man auf den Beweisfotos eindeutig erkennen kann, doch unter den statischen Belastungen des FIA-Tests liegt diese Flexibilität im zulässigen Toleranzbereich. Sprich: Um tatsächlich etwas unternehmen zu können, müsste die FIA ihre Messmethoden ändern, was während der Nordamerikatour der Formel 1 nicht mehr passieren wird.

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Beweisfotos aus Whitmarshs Sicht eindeutig

"Die Fotos sehen ehrlich gesagt nach einem ziemlich eindeutigen Beweis aus, dass da etwas nicht stimmen kann."
Martin Whitmarsh

Nun hat sich jedoch auch McLaren-Mercedes in die Diskussion eingeschaltet, auf die Seite von Honda geschlagen und ein Vorgehen gegen des BMW Sauber F1 Team gefordert: "Mir wurden die Fotos gezeigt", erklärte der Geschäftsführer der "Silberpfeile", Martin Whitmarsh, am Sonntag in Montréal, "und sie sehen ehrlich gesagt nach einem ziemlich eindeutigen Beweis aus, dass da etwas nicht stimmen kann."

"Ich war Anfang des Jahres von der Interpretation der Regeln in Bezug auf den Heckflügel überrascht und enttäuscht", fuhr er fort, "weshalb wir damals auch auf die FIA zugegangen sind, um das Thema vorzubringen. Die FIA nahm dann eine Position ein, die mir in Bezug auf die Elastizität des Heckflügels ziemlich nachsichtig vorkam, was uns enttäuscht hat, was wir aber gleichzeitig zur Kenntnis nehmen mussten."

Klarstellung der FIA kam laut Whitmarsh zu spät

"Für die FIA muss es eine Sorge sein, wenn dieser Abstand bei einem Team sehr wohl variiert."
Martin Whitmarsh

"Nachdem dann alle Teams viel Zeit und Mühe auf diesem Gebiet investiert hatten, gab es in den vergangenen zehn Tagen eine Klarstellung durch die FIA. Darin heißt es ganz klar, dass ein Abstandhalter angebracht werden muss, damit der Abstand zwischen den Heckflügelelementen nicht variieren kann. Das erscheint mir ziemlich klar. Daher ist es doch offensichtlich, dass es für die FIA eine Sorge sein muss, wenn dieser Abstand bei einem Team sehr wohl variiert", so Whitmarsh.

Im Gegensatz zu Honda kündigte McLaren-Mercedes jedoch keinen konkreten Protest gegen das BMW Sauber F1 Team an: "Ich hatte die Situation an diesem Wochenende ehrlich gesagt nicht speziell im Auge, weil ihre Autos hinter unseren lagen. Wenn sie vor uns gewesen wären, hätte uns das mehr beschäftigt. Das ist leider Gottes die Natur des Motorsports", gab der Brite abschließend zu Protokoll.